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Hitliste zur Berufswahl: 270 wollten Koch werden 221 Jugendliche waren Ende September noch ohne Lehr

221 Jugendliche haben im Arbeitsamtsbezirk Gera noch keinen Ausbildungsplatz. Rechnerisch gesehen haben sich 1,6 Jugendliche auf eine ausgeschriebene Stelle beworben. Trotzdem haben sich 250 junge Leute weniger bei den Berufsberatern gemeldet. Insgesamt meldeten sich 3660 Bewerber. Das ist die geringste Bewerberzahl seit 1993. Als Ursache sieht die amtierende Arbeitsamtsdirektorin Birgit Becker den Rückgang der Schulabgängerzahlen, der in ganz Thüringen zu beobachten ist. Andererseits sei auch die Zahl der Ausbildungsstellen zurückgegangen, was wiederum ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Situation sei. Arbeitslose Jugendliche werden verstärkt und umfassend in die vermittlerischen Aktivitäten einbezogen, um sie möglichst schnell in eine Ausbildung oder in Arbeit zu bringen. Jeder Jugendliche erhält entsprechende Vorschläge von seinem Berufsberater bzw. Vermittler, die er auch entsprechend nutzen sollte. Dem Arbeitsamt Gera wurden 1470 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet. Mit 216 weniger Ausbildungsplätze als im Vorjahr liegt der Bereich der Industrie- und Handelskammer an der Spitze, gefolgt von 75 weniger Plätzen im Bereich der Handwerkskammer. Ein Plus dagegen sei in der Landwirtschaft und im öffentlichen Dienst zu verzeichnen. Durch mehr geförderte Stellen soll dieser Entwicklung soweit wie möglich entgegen gewirkt werden. "Diese außerbetrieblichen Stellen waren notwendig, um die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage nicht zu groß werden zu lassen", sagte Birgit Becker. Insgesamt standen 760 außerbetriebliche Ausbildungsstellen zur Verfügung. Wer sich in diesem Jahr als Verwaltungsangestellter bewarb, hatte die größten Chancen, denn in diesem Bereich stieg die Zahl der Stellen auf 225; 150 mehr als im Vorjahr. Allerdings entfallen davon 100 allein auf die BfA. Etwas mehr an Ausbildungsplätzen standen auch in den Bereichen Ausbaufacharbeiter, Friseure und Handelsfachpacker zur Verfügung. Starke Rückgänge gab es bei Verkäufern, Kommunikationselektronikern und Kaufleuten im Einzelhandel. Der neue Spitzenreiter auf der Liste der meist gewünschten Berufsausbildungen ist der Koch und hat damit den Verkäufer abgelöst. 270 Jugendliche wollten gern Koch werden. In der Hitliste der Berufswünsche folgen Verkäufer, Bürokaufleute, Kraftfahrzeugmechaniker und Hotelfachleute. Berufe, die in diesem Jahr weniger in waren, sind Industriekaufleute, Maler, Lackierer und Fachinformatiker. Wer jetzt zu den nicht vermittelten Bewerbern gehört, hat trotzdem eine Chance auf Ausbildung, macht die Arbeitsamtsdirektorin Hoffnung. Gerade in den ersten Wochen der Ausbildung würden regelmäßig wieder Stellen frei oder Unternehmen entschlössen sich doch noch, Auszubildende einzustellen. Weitere Möglichkeiten bestünden in der Eingliederung in berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, rät sie.

( NG/hs, 17.10.2003 )

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