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Leben Traditionen der Geraer Tonhalle bald wieder auf?

Seit mehreren Wochen laufen nun schon die Umbauarbeiten im Klub der Jugend und Sportler, die im Zusammenhang mit dem URBAN-Projekt für Gera stehen. Aber eine richtige Vorstellung von dem, was dieses Projekt beinhaltet, haben nur wenige. Um der Sache auf den Grund zu gehen, sprach Neues Gera mit kompetenten Mitarbeitern des Hauses, darunter Katrin Schamberger (Bereich Offene Jugendarbeit), Ines Wegner (Stadtjugendring Gera) und Dr. Rainer Willms (Förderverein Tanzen). Nach jahrelangem Hin und Her und vielen Querelen ums liebe Geld macht es das URBAN-Projekt jetzt möglich, den Klub von Grund auf zu sanieren. Was versteckt sich hinter dem "Zauberwort" URBAN-Projekt? K. Schamberger: Das URBAN-Projekt ist ein von der EU gefördertes Städtebauprogramm, das dazu dienen soll, die Infra-, Wirtschafts- und Sozialstruktur in einem ausgewählten Stadtgebiet zu verbessern und ökologische Missstände zu beseitigen. Urban steht für die viele Bereiche umfassende Verbesserung der Lebensqualität....und der Klub wird also im Rahmen dieses Projektes umgebaut bzw. saniert? K. Schamberger: So ist es. Er erlebt gegenwärtig eine Generalüberholung. Das betrifft den gesamten Innenbereich, also Erdgeschoss, Großer Saal, Foyer und die oberen Etagen. Auch der Hof bekommt ein neues Outfit, mit gemütlicher Grillecke, diversen Sitzmöglichkeiten und einigem mehr. Das klingt vielversprechend. Wird es grundlegende konzeptionelle Änderungen geben? Und von wem soll der sanierte Klub später hauptsächlich genutzt werden? K. Schamberger: Es ist nicht vorgesehen, die bestehenden Angebote zu verändern, allerdings sollen sie eine neue Qualität erreichen. Darüber hinaus wird das Haus ein zentraler Ort der Begegnung sein, generationsübergreifend. Der Bereich Offene Jugendarbeit soll nach der Sanierung im Erdgeschoss seinen Platz finden...K. Schamberger: Ja. Dort wird es auch wieder zahlreiche Angebote für eine aktive Freizeitgestaltung geben. Zum Beispiel Sport- und Kulturangebote, die Möglichkeiten der Nutzung neuer Medien sowie Freiräume für kreative, soziale und organisatorische Mitgestaltung im Offenen Bereich. Im ehemaligen Darttreff wird ein Jugendcafé eingerichtet. Geplant sind übrigens auch Angebote arbeits-, schul- und familienbezogener Jugendarbeit und eine Anlaufstelle für Familien, die sich in Problemsituationen befinden und Hilfe suchen. I. Wegner: Nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht... Während der gesamten Bauzeit hat der Klub, also der Offene Bereich Jugendarbeit, weiterhin geöffnet, denn die Sanierung wird etappenweise durchgeführt. Wir freuen uns über jeden, der dabei mithelfen und mitgestalten will. Wie darf man sich die künftige Nutzung des Großen Saals vorstellen? R. Willms: Die Sanierung sehen wir als Chance, an die Traditionen der einstigen Tonhalle, an die sich sicher viele ältere Geraer noch gern erinnern, wieder anzuknüpfen. Ich denke, mit einem abwechslungsreichen Programm und den richtigen Partnern ist das durchaus machbar. Das heißt im Detail? R. Willms: Nun, neben den Veranstaltungen des Fördervereins Tanzen streben wir auch eine Zusammenarbeit mit örtlichen und überregionalen Veranstaltern an, die ihre Events und Konzerte hier durchführen können. Dafür werden wir beste Voraussetzungen haben, denn mit dem Anbau des Fahrstuhls, der auch Behinderten den problemlosen Zugang zum Haus verschafft, kann die Veranstaltungstechnik ohne großen Aufwand transportiert werden. Auch die Bühne wird endlich wieder zur Verfügung stehen und nicht zuletzt der Rang, der jahrelang wegen Baufälligkeit gesperrt war. Diesen kann man dann voraussichtlich über eine Außentreppe erreichen. Die Bar wird, den Erfordernissen entsprechend, umgebaut. Auch der Garderobenbereich wird umgestaltet. Alle den Saal betreffenden Räumlichkeiten sollen dann optimal genutzt werden können. Wann können die Geraer und ihre Gäste mit der Einweihungsparty des sanierten Klubs rechnen? R. Willms: Wenn alles gut geht, dann lassen wir im Dezember dieses Jahres schon die Korken knallen. Die Fertigstellung des gesamten Hauses ist für Oktober 2004 vorgesehen.

( Das Gespräch führte Stefan Senf, 17.10.2003 )

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