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10 Jahre Geraer Höhlerverein

Der "Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler e.V." blickt in diesem Jahrauf eine zehnjährige Tradition zurück. Die erste Mitgliederversammlung fand am 9. März 1993 statt. In dieser wurde die Satzung des Vereins verabschiedet. Vereinszweck ist, wie sich schon aus dem Namen ergibt, die Erhaltung, Sanierung und der Schutz der Geraer Höhler in Zusammenarbeit mit den Eigentümern. In diesem Zusammenhang soll die Denkmalpflege gefördert und das Bewusstsein für historische Bauten in der Bevölkerung geweckt werden. Der Verein hat aktuell 84 Mitglieder. Zu den Mitgliedern gehören Rentner, Freiberufler, Selbständige, Angestellte, Geschäftsführer und Mitglieder von Vorständen. Neben dem Vereinszweck verbindet die Mitglieder die Überzeugung, die Entwicklung der Stadt Gera positiv mitgestalten zu können. In den zurückliegenden Jahren hat der Verein insgesamt 28.364,00 Euro für die Sanierung der Geraer Höhler bereitgestellt. Neben Spenden sind die Einnahmen der jährlichen Tombola im Rahmen des Höhlerfestes Hauptquelle zur Finanzierung der Sanierungsarbeit. Auf Initiative des Vereins wurden die Höhler durch Emailleschilder gekennzeichnet, auf denen deren Eingang, Lage und Verlauf dokumentiert wurden. Private Initiativen von Höhlerbesitzern unterstützt der Verein sowohl infinanzieller als auch beratender Form. Die Mitglieder des Höhlervereinsscheuen sich auch nicht, durch körperlichen Einsatz dem Vereinszweck Rechnung zu tragen. So wurde am 22. Juni 2002 der Höhler Nr. 120 gelegen in der Schlossstrasse Nr. 4, beräumt.Eine im Jahr 2002 gegründete Arbeitsgruppe erstellt eine Gefahrenanalyseder Höhler und ermittelt deren Sanierungsbedarf, um die Eigentümerfachkundig beraten zu können. Jährlich werden auch herausragende Leistungen von Höhlerbesitzern mit der Verleihung des Titels "Höhler des Jahres" geehrt. Eng mit den Höhlern verknüpft ist auch die Tradition des Bierbrauens, sowie dessen Ausschank. Resultierend aus der Geschichte verleiht der Verein im Rahmen des jährlich stattfindenden Höhlerfestes an eine Gaststätte die Bierstange. Die Auswahlkriterien wurden im Jahr 2003 überarbeitet, um sicherzustellen, dass durch die Verleihung der Bierstange gastronomische Einrichtungen gewürdigt werden, deren Gesamtkonzept mit Geraer Gastlichkeit beschrieben werden kann. Durch die Verleihung der Bierstange soll nicht nur Geraern, sondern auch Besuchern der Stadt der Weg gewiesen werden, um in gemütlichem Ambiente genussvoll Speisen und einheimische Biere genießen zu können. Dem breiten Interesse Einheimischer sowie Besucher Rechnung tragend, die nicht museal genutzten Höhler zu besichtigen, wurden Vereinsmitglieder geschult, um auch außerhalb des Höhlerfestes Führungen in der Unterwelt von Gera durchführen zu können. Die Durchführung von sogenannten "Höhlertouren" gemeinsam mit dem Geraer Tourismus e.V. sind in diesem Jahr noch am 15. November geplant. In zunehmendem Maße gibt es Bestrebungen, das vorhandene Höhlersystem sowie die davor gelagerten Tonnengewölbe für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen. Das erste Event dieser Art fand am 20. Juni dieses Jahresgemeinsam mit der Musikschule "Heinrich Schütz", dem Amateurtheater und der Band "Lifes Poetry" statt. Ein Hauptschwerpunkt der Tätigkeit des Vereins ist gemeinsam mit dem Kunstverein Gera e.V. die Gestaltung der ersten "Höhlerbiennale" beginnend im September 2003. Künstler der Region werden die Möglichkeiterhalten, die im Bereich der Großen und Kleinen Kirchstraße sowie im Marktbereich gelegenen Höhler künstlerisch zu gestalten. Unter Berücksichtigung der in den Höhlern vorherrschenden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit wird es sich überwiegend um Licht- und Tontechnikinstallationen handeln sowie Kunstobjekte, die diesen Bedingungen Rechnung tragen. Die Einmaligkeit der Nutzung der Bierhöhler für Kunstinstallationen spricht dafür, dass diese Veranstaltung ihren Platz in der Kunstszene finden wird. Geplant ist die Durchführung der Biennale zukünftig aller zwei Jahre unter Einbeziehung von nationalen und internationalen Künstlern. Die Ausstellung wird beginnen in den Räumen des Kunstvereins, gelegen in der Stadtapotheke am Markt. Hier wird den Besuchern ein erster Einblick über die Entstehungsgeschichte der "Höhlerbiennale" sowie die inhaltliche Gestaltung der Kunstwerke gewährt. Insgesamt sind in das Projekt acht Höhler integriert, die von 20 Künstlern der Region gestaltet werden.

( 26.09.2003 )

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