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Neuheiten für Heimatfreunde

Die Tage werden schon spürbar länger und es bleibt mehr Zeit, wieder einmal zum Buch zu greifen. Die Verlage scheinen das auch so zu sehen und beleben den Markt in diesen zeitigen Herbsttagen wieder mit neuen Angeboten. Riskieren wir einen Blick auf neue Produktionen aus und über Gera und Umgebung! Dabei müssen wir einen Vorgriff machen, denn als einer der ersten hat der Geraer Verlag Dr. Frank einen großformatigen Kalender "Starke Bäume in Thüringen". Es ist zwar im Verlagsgeschäft eine unumstrittene Tatsache, dass die Fortsetzung einer erfolgreichen Veröffentlichung Risiken in sich birgt, aber der Erfolg gibt in vielen Fällen Recht. Erinnert sei nur an "Harry Potter" - zugeben aus ganz anderem Genre -aber ein kaum zu widerlegender Gegenbeweis. "Auf der Welt hat nichts größere Kraft als die Zeit. Der Zahn der Zeit nagt alles an". So jedenfalls haben Gisela und Reinhard Conrad ihrem Kalender das Zitat von Ovid beigegeben. Sie dürften Recht behalten! Die Fotos von Uwe Conrad verraten, dass sich der Bildautor nicht nur in der fotografischen Technik auskennt, sondern mit viel Liebe die Motive ausgesucht hat. Das Atelier Kerzig hat diese Intentionen mit seiner Gestaltung voll unterstützt. Starke Gestaltung für starke Bäume! Nimmt man das Deckblatt hinzu, so erhält der geneigte Kalender-Nutzer nicht nur 13 Blätter für das Kalendarium, sondern als Heimatfreund ein kleines Kompendium über Naturschönheiten und -denkmale, wie man sie erfreulicherweise gerade in Thüringen noch finden kann. Der Textüberlagert den visuellen Eindruck in keiner Weise, zeugt aber von gründlicher Recherche und macht die Blätter damit zum Sammelobjekt. Aus unserer engeren Heimat sind diesmal die Luther-Linde in Gera, die Alte Holzbirne bei Weida (um die 150 Jahre alt!) und die Torstenson-Eiche am Geraer Faulenzerweg vertreten, deren Alter auf 490 Jahre geschätzt wird. Allein dadurch hat sie es verdient, in die Heimatliteratur Eingang zu finden. Überboten wird sie von der über 1000 Jahre alten Eiche am Bergfuß der Veste Heldburg, die das Titelbild ziert. Sieben Meter ist der Methusalem unter den Bäumen hoch. Er hätte es verdient, sein Bild mit Lackglanz aufzuwerten. Und sei es nur deshalb, weil mancher bei erdrückenderAuswahl im Buchhandel erst einmal von der optischen Gestaltung beeinflusst wird. In seiner Reihe "Bilder aus der DDR" hat der Erfurter Sutton Verlag "Die Wismut in Ronneburg" von Ekkehard Riedl herausgebracht, einen historischen Bildband über Uranerzbergbau und Alltagsleben. Auf 128 reich illustrierten Seiten führt der Autor den Leser auf einen Streifzug durch vier Jahrzehnte, die Ronneburg völlig veränderten. Historische Fotografien aus den Jahren 1948 bis 1989 - außer den erklärenden Bildunterschriften wird auf Text nahezu verzichtet - zeigen die Entwicklung von Förderschächten und Tagebauen, die schwere Arbeit der Bergleute, aber auch den Alltag der Stadt, die durch die sozialen und kulturellen Einrichtungen der Wismut geprägt waren. Eckkehard Riedl wohnt seit Anfang der sechziger Jahre in Ronneburg. Der gelernte Schlosser war seit 1966 als Hauer bei der Wismut beschäftigt. Als Vorsitzender des Bergbauvereins Ronneburg ist er ein profunder Kenner der Bergbaugeschichte der Region. Dem Charakter der Zeit entsprechend sind die Fotos im damals üblichemSchwarz-Weiß. Viele davon fast persönlich, mancher wird sich oder Freunde und Kollegen wiedererkennen. Vielleicht wurden sie deshalb ausgewählt. Dritte Neuerscheinung - wieder aus dem Geraer Frank-Verlag - ist ein Postkarten-Kalender für 2004 "Stadtansichten von Gera". Klaus Eisenhut hat zwölf Gebäude bzw. Bau-Ensembles gezeichnet, die bestimmungsgemäß ihren Weg per Post finden sollen. Das alles sehr schön und übersichtlich, ohne gestalterische Kapriolen. Vor allem wenn die Karten nach außerhalb verschickt werden, dürften viele frühere Geraer an die alte Heimat erinnert oder andere auf die Stadt neugierig gemacht werden. Dabei wurde ein Wechsel vom Quer- ins Hochformat vermieden, was der Übersichtlichkeit des Kalendariums geschuldet ist, bei einigen Motiven aber einen gestalterischen Kompromiss erforderte. Alle genannten Titel sind beim Geraer Buchhandel erhältlich.

( Reinhard Schubert, 12.09.2003 )

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