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Geras Kraftwerke sind einfach Spitze

Früher hat so ein Kraftwerk die Geraer mit Ruß berieselt. Womit berieseln Sie heute die Leute? Weder mit Ruß noch mit Staub, eigentlich nur mit frischer Luft. Unser vor sechs Jahren errichtetes Heizkraftwerk Gera-Nord, eines der modernsten in Europa, und unser ferngesteuertes Heizwerk Gera-Süd (das ist bundesweit einmalig!), verursachen lediglich einen geringen Schadstoff-Ausstoß. Haben zum Beispiel die alten mit Braunkohlebetriebenen Anlagen 1992 noch 15.000 Tonnen Schwefeldioxid und 283 Tonnen Kohlenmonoxid in die Luft gepustet, so waren es 2002 durch den Betrieb mit emissionsarmem russischen Erdgas null Tonnen bei Schwefel und lediglich 9.5 Tonnen bei Monoxid. Wochenlange Hitze, sprunghafter Stromverbrauch, in einigen Ländern Kraftwerke ohne Wasser: Wie oft gibts bei Ihnen Abschaltungen? Aller Strom, den wir herstellen (Wärme inbegriffen) liefern wir an die mit uns zum Stadtwerke-Verbund (SWG) gehörende Energieversorgung GeraGmbH (EGG) und zwar problemlos in jeder erforderlichen Menge. Abschaltungen gab und gibt es nicht. Die Energieversorgung verkauft den Strom weiter an ihre Kunden. Das sind etwa 75.000 Haushalte und rund 6.000 Gewerbebetriebe in Gera und in der Region. Kraftwerke, die mit Wasser kühlen, haben beim derzeitigen niedrigen Pegelstand der Flüsse Probleme, müssen drosseln oder mitunter ganz abschalten. Wir sind jedoch nicht auf Kühlwasser aus der Elster angewiesen, denn wir kühlen mit Luft. Natürlich sind auch bei uns mal Reparaturen fällig. So gab es 2002 bei den Gasturbinen eine Generalüberholung. Möglich sind auch Störungen, wenn, was leider häufig passiert, Kabel bei Bauarbeiten beschädigt werden. Stromanbieter gibt es heutzutage mehr als genug. Wie wollen Sie da als relativ kleines Unternehmen mithalten? Nun, man braucht einfach Partner. Wir haben einen neuen Mitgesellschafter, die Electrabel Deutschland AG Berlin, die 49,9 Prozent unserer Anteile besitzt. Die AG ist als einer der größten europäischen Energieerzeuger ein starker Partner. Durch diese Partnerschaft können wir für den für uns erzeugten Strom an der Leipziger Börse einen besseren Preis erzielen und bei Bedarf (wie jetzt im Sommer) sogar Strom günstiger zu kaufen. Damit sind wir in der Lage, unseren Kunden günstigere Preise anzubieten, als es andere regionale oder überregionale Anbieter können. Der Kunde stellt sich nachweislich bei uns besser, als wenn er zum Beispiel von Yello oder der Thüringer TEAG Strom bezieht. Von den 350 Milllionen Kilowattstunden, die wir jährlich produzieren, werden etwa 100 Millionen "exportiert". Durch Verbesserung der Fahrweise des Kraftwerkes und des Fernwärmenetzes wollen wir diesen "Exportanteil" noch steigern. Natürlich müssen auch wir uns eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks erwehren, wobei manche Mitbewerber auch schon mal mit unlauteren Mitteln, z. B. mit Drückerkolonnen, arbeiten. Sie gehören zum sieben kommunale Partner umfassenden Stadtwerke-Verbund. Bringt das was oder wäre "solo" nicht besser? Auch hier gilt: Gemeinsam sind wir stark. Der Zusammenschluss Geraer kommunaler Unternehmen zu einem leistungsfähigen Verbund ermöglicht es, den Kunden immer besser alle Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten. Das ist auch das Ziel für das geplante Kundendienstzentrum. Der Verbund bringt Einspareffekte im Verwaltungsaufwand und auf weiteren Gebieten. Ein ausgesprochen günstiges Beispiel ist die Beteiligung der Stadtwerke an der im Bau befindlichen Müllverbrennungsanlage in Zorbau bei Weißenfels, wo wir den bei der Verbrennung entstehenden Strom und die Wärme vermarkten werden. Wir rechnen mit einem Erlös von rund 450.000 Euro. Neulich erst wieder waren russische Erdgaslieferanten bei Ihnen zu Gast. Sie waren fast neidisch auf Ihr Prinzip, mit dem Sie das Kraftwerk betreiben. Was hat es damit auf sich? Unser hochmodernes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Wir stellen also Strom und Wärme in einem Arbeitsgang her. Dafür wurden seit 1993 insgesamt 470 Millionen DM investiert. Bei Braunkohle lag der Nutzungsgrad allenfalls um die 35 Prozent. Das KWK-Prinzip ermöglicht 78 Prozent und das besonders umweltschonend. Der kombinierte Gas-Dampf-Turbinenprozess bringt 75 Megawatt elektrische und 90 Megawatt Fernwärmeleistung. Solche Kraftwerke wie das unsere sind deshalb bedeutsam, weil sich Deutschland im Kyoto-Protokoll verpflichtet hat, bis 2010 den Kohlendioxidausstoß wesentlich zu reduzieren. Unser Geraer Kraftwerk leistet dazu einen Beitrag. Kein Wunder, wenn wir inzwischen zu einer Art Konsultationszentrum für viele ausländische Interessenten wurden.

( Das Gespräch führte Harald Baumann, 15.08.2003 )

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