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Geras Stadtwerke-Verbund rechnet sich zunehmend

Der Zusammenschluss von sechs Geraer kommunalen Unternehmen zu einemleistungsfähigen Verbund, den Stadtwerken Gera (SWG), rechnet sich zunehmend, bringt Synergieeffekte und ist im Interesse der Bürger der Stadt und des Umlandes, indem den Kunden künftig immer besser alle Dienstleistungen aus einer Hand angeboten werden. Dem dient auch der geplante Bau eines zentralen Kundenbüros, wo - als Beispiele - der Kunde die Stadtkarte für Bus und Bahn abonnieren, Wohnungen auswählen oder sich über Energieeinsparungen beraten lassen kann und vieles mehr. Zu dieser Einschätzung gelangen die Vorstände Dr. Norbert Vornehm und Bernd Petzold bei einem Pressegespräch zur Vorstellung der Jahresbilanz 2002. So entlasten die Stadtwerke den städtischen Haushalt des vergangenen Jahres um 1,5 Millionen Euro. Noch 1998, also vor dem Zusammenschluss, musste die Stadt Gera beispielsweise 7,5 Millionen Euro Verlustausgleich für den Verkehrsbetrieb und dieFlugbetriebsgesellschaft aufbringen. 2001 konnte dann ohne Ausgleich durch die Stadt abgeschlossen werden - nicht zuletzt durch Anteilsverkäufe bei der Energieversorgung und den Kraftwerken. Dem weiteren Ausbau des Verbundes mit dem Ziel, die Leistungskraft zum Nutzen der Kunden zu erhöhen, diente auch der Erwerb von 74,9 Prozent Anteilen der Geraer Wohnungsbaugesellschaft "Elstertal", des größtenstädtischen Wohnungsbauunternehmens (damit sind jetzt also sieben Partner in den SWG vereint). Der Verbund hat 2002 Investitionen in Höhe von 15,7 Millionen Euro vorgenommen. Ein erfreuliches Plus dabei: 80 Prozent der Aufträge gingen an einheimische Handwerks- und Gewerbebetriebe. Zu den Baumaßnahmen gehörten 2002 die Berliner Straße und der Baustart für die Stadtbahnlinie 1. Das Entsorgungsunternehmen investierte in neue Fahrzeuge sowie in die Inbetriebnahme eines weiteren Blockheizkraftwerkes. Bei der Energieversorgung ging es u.a. um dieErweiterung der Mittelspannungs-Schaltanlage im Umspannwerk Mitte und die Neuverlegung der Fernwärmetrasse zum Klinikum. Die Kraftwerke mussten außerplanmäßig bei den beiden Gasturbinen investieren. Zu den Synergieeffekten im Verbund rechnet der Vorstand das gemeinsame Marketing, eine zentrale Personalabteilung, die Senkung des Verwaltungsaufwandes, Zusammenarbeit im Arbeits- und Datenschutz, im Finanzmanagement, beim Einkauf und bei der medizinischen Betreuung. Die Einsparungen 2002 werden mit 800.000 Euro beziffert. Die wirtschaftliche Situation und das Dienstleistungsangebot der Stadtwerke wird natürlich von den unterschiedlichen Ergebnissen der Tochterunternehmen geprägt. Im Bilanzzeitraum hat das Gesamtunternehmen einen Umsatzerlös von 167,6 Millionen Euro erzielt. Der Verkehrsbetrieb (GVB) ist wie in allen deutschen Kommunen auf Zuschüsse angewiesen. Betrugen diese 1998 noch 7,3 Millionen Euro, so konnten sie 2002 auf fünf Millionen zurückgeschraubt werden. Das ist zumindest in den neuen Bundesländern ein achtbares Ergebnis. Nur 43 Prozent der Einnahmen werden aus dem Fahrscheinverkauf erzielt. Die Zahl der Fahrgäste ist 2002 erneut gestiegen und das bei sinkender Einwohnerzahl. 1998 unternahm jeder Einwohner 143 Fahrten, 2002 hingegen180 Fahrten. Insgesamt wurden 20,2 Millionen Fahrgäste befördert. Ein bedeutendes wirtschaftliches Plus erwartet der Verkehrsbetrieb mit dem Neubau der Stadtbahnlinie 1, für den 77 Millionen Euro veranschlagt sind.

( Harald Baumann, 08.08.2003 )

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