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KURS 21: Unternehmen und Schulen als Partner

Gera und Ostthüringen machen mal wieder den Vorreiter für ganz Thüringen. Soeben fiel der Startschuss für KURS 21. Diese bemerkenswerte Initiative zielt auf Lernpartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen - sicherlich auch eine Schlussfolgerung aus der für Deutschland blamablen Pisa-Studie. KURS 21 - die Abkürzung bedeutet Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen. Die Auftaktveranstaltung ging in der Bildungsstätte der Ostthüringer Industrie- und Handelskammer (IDK) über die Bühne. Das ist kein Zufall, denn die IHK ist Partner in dem Vorhaben, mit welchem Wirtschaft in die Schule und Schule in die Wirtschaft kommen soll. Kammerpräsident Dr. Franz von Falkenhausen konnte mit Genugtuung die rund 100 Teilnehmer begrüßen: Vertreter aus Unternehmen und Schulen der Region, von Einrichtungen, Verbänden und Ämtern und natürlich vom Bonner "Institut Unternehmen & Schule" sowie dem Wuppertaler "Institut für Klima, Umwelt und Energie", die sich als Dienstleister beim Aufbau des Vorhabens verstehen, wozu auch die Eröffnung eines Regionalbüros (Projektleiter Norman Fabian) in der Geraer Feuerbachstraße gehört. Die von der Deutschen Bundestiftung Umwelt geförderte und vom Thüringer Kultusministerium unterstützte Initiative KURS 21 sieht zunächst den Aufbau von 20 bis 25 "Lernpartnerschaften für Nachhaltigkeit" ("nachhaltig": Modewort für "dauerhaft") vor. Die Hälfte soll auf Ostthüringen entfallen und davon fünf bis sieben speziell auf Gera. Die IHK-Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung Ingrid Weidhaas begrüßte in einem Pressegespräch KURS 21 als weitere nützliche Lernart. Die Schule erhalte so die Möglichkeit, Themen des Lehrplans am Beispiel des Partnerunternehmens praxisorientiert zu vermitteln. Das Unternehmen wiederum profitiere neben erhöhter Öffentlichkeitswirkung vom frühzeitigen Kontakt mit potentiellen Lehrlingen. Weidhaas verwies in diesem Zusammenhang auf den bedauerlichen Zustand, dass nach wie vor bis zu 20 Prozent der Lehrlinge die Ausbildung wieder abbrechen. Die Initiative KURS 21 könnte geeignet sein, dem entgegenzusteuern. Auf Anfrage von Neues Gera bestätigte die Expertin, dass mit KURS 21 im Grunde eine Reihe guter Erfahrungen aus dem Polytechnischen Unterricht zu DDR-Zeiten aufgegriffen werden, allerdings nun in größerer Breite, da als Partner z. B. auch Handelseinrichtungen, Banken oder Versicherungen u. ä. denkbar sind. Das thüringenweit erste Beispiel für eine solche stabile Lernpartnerschaft geben in Gera das Kaeser Kompressorenwerk und die Regelschule 12. Fachlehrer der Schule und Mitarbeiter des Unternehmens werden in Kürze an konkreten Maßnahmen die Kooperation festmachen. So könnte im Fach Geschichte ein gemeinsam zu vermittelndes Thema die traditionsreiche Unternehmens- und Standortgeschichte des Kompressorenherstellers sein.

( Harald Baumann, 13.06.2003 )

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