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"Citykurier" gibt eigene Marken für Gera heraus

Doppelte Premiere beim Geraer "Citykurier" am 1. Juni: Das junge Geraer Unternehmen bringt als erste Stadtpost des Freistaates eigene Kuriermarken heraus und nimmt den Zustellbetrieb für ganz Thüringen auf. Im Juli 1996 hatte Patrick Horn mit zwei Mitarbeitern als Fahrradkurierbegonnen und nach der Liberalisierung des Postwesens 1998 die Lizenz der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post erhalten. Gegenwärtigbeschäftigt das Unternehmen 30 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in Jena, Altenburg und Zwickau. In ihrer äußeren Form unterscheiden sich die gezackten Wertmarken allerdings nicht von den "normalen" Briefmarken, die amtlich noch immer als Postwertzeichen gelten und vom Bundesminister der Finanzenherausgegeben werden. Pünktlich am 1. Juni wird der Verkauf der neuen Marken in der Geschäftsstelle des "Citykurier" in der Schülerstraße 35 beginnen. Bestellt werden können sie auch über das Internet unter www.citykurier.com oder per Telefon. Die in Bögen zu 20 Stück gedruckten Marken werden dann auf Wunsch frei Haus geliefert. Die Entwürfe für die 30 x 30 mm großen Marken in fünf Wertstufen (unser Bild) haben Marco Köhler und der Geraer Airbrushkünstler Axel Ratzer geschaffen. Sie sind selbstverständlich gummiert und haben einen Lacküberdruck, der Fälschungen verhindern soll. Der Druckbogen enthält auch ein Leerfeld, so dass sich vor allem für die Philatelisten interessante Gestaltungsmöglichkeiten ergeben. Geschäftsführer Patrick Horn hat versprochen, dass vor allem auf Sammlersendungen ein sauberer und gut lesbarer Stempel abgeschlagen werden soll. Speziell für die erwähnten Philatelisten, aber auch für engagierte Sammler heimatkundlicher Belege wird es am 2. Juni einen besonderen Ersttagsbrief geben. Er hat eine limitierte Auflage von 1000 Stück, die einzeln nummeriert sind. Obwohl die Deutsche Post AG für einige Beförderungsarten nach wie vor das Monopol hält und nach eigenen Angaben keine Mehrwertsteuer auf Portozahlen muss, hat das Geraer Unternehmen von der Regulierungsbehörde auch die Lizenz zur Briefbeförderung erhalten. Voraussetzung dafür waren eine "Höherwertigkeit" der vermittelten Leistung und die Sicherung des Abholens von Briefsendungen beim Kunden. Das wird nach Angaben von Patrick Horn in vollem Umfang gesichert. Trotz der steuerlichen Benachteiligung gegenüber dem gelben Riesen kann "Citykurier" günstige Tarife für die Beförderung von Karten und Briefen anbieten und bedient mittlerweile bereits rund 1000 Unternehmen aus Gera und Umgebung. Diese schätzen die Dienstleistung vor allem wegen der taggenauen Zustellung und können vielfach auf ein eigenes Kuriersystem verzichten Die Sendungen werden nach telefonisch erteiltem Auftrag im Laufe des Vormittags beim Kunden abgeholt und ab etwa 13.30 Uhr desselben Tagesinnerhalb des Stadtgebietes zugestellt.Möglich sind auch Zusatzleistungen wie Einwurf- und Übergabe-Einschreiben, Nachnahme, Zustellung in Schließfächern der PostAG und sogar Zustellungsurkunden. Innerhalb Thüringens erfolgt die Zustellung immer am nächsten Werktag. Dazu wird mit insgesamt 16 Kooperationspartnern zusammengearbeitet. Sie haben ein flächendeckendes Logistiksystem mit eigenen Kurierlinien geschaffen. Für die Zukunft haben sich der junge Geschäftsführer und sein Teamweitere Aufgaben gestellt: Der Verkauf der Marken soll auf Zeitungsläden und ähnliche Einrichtungen erweitert werden, ferner ist die Aufstellung von rund zehn Briefkästen im Stadtgebiet vorgesehen, so dass "Citykurier" auch für den Privatkunden noch interessanter werden soll. Mit der Post AG gibt es im Interesse der Kunden in einigen Bereichen Zusammenarbeit. So werden z. B. fehlheleitete Sendungen, die beim Citykurier ankommen, der Post übergeben (und natürlich berechnet, um ganz "pfiffigen" Zeitgenossen den Wind aus den Segeln zunehmen). Unzustellbare Sendungen, die keine Absenderangabe auf dem Umschlagenthalten, werden nach den strengen Regelungen des Post- und Fernmeldegeheimnisses behandelt. Trotzdem bittet Patrick Hornausdrücklich darum, falsch zugestellte Sendungen - das lässt sich selbstbei größter Aufmerksamkeit nicht ganz vermeiden - nicht in die Briefkästen der Deutschen Post AG zu werfen, sondern "Citykurier" zu informieren. Sie werden dann abgeholt. Die Telefonnummer ist im Freistempel enthalten.

( Reinhard Schubert, 30.05.2003 )

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