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Pflegekinder suchen ein neues Zuhause

26 Kinder und Jugendliche sind zur Zeit in Gera in 24 Pflegefamilien untergebracht. Zusätzlich gibt es zwei Bereitschaftsstellen, die Kleinstkinder und Säuglinge für eine kurze Zeit betreuen. "Aber wir können den Bedarf bei Weitem nicht decken", bedauerte der Leiter des Jugendamtes Dirk Fehrensen im Pressegespräch. Das Jugendamt sei stetsauf der Suche nach Pflegefamilien, die bereit sind, einem fremden Kindein harmonisches und freundliches Zuhause zu geben. Die Unterbringung bei einer Pflegefamilie sei für den größten Teil der Kinder auf jeden Fall sinnvoller als ein Heimaufenthalt. Der Jugendamtsleiter kann auch Bedenken von in Frage kommenden Pflegeeltern verstehen. Oftmals könnten diese selbst kein Kind bekommen, schenken ihre Liebe und Fürsorge dem bei ihnen aufwachsenden Kind und müssen es dann wieder hergeben. Aber für die Kinder sei diese Möglichkeit der Erziehung oftmals die einzige Chance, eine normale Entwicklung zu nehmen. Wenn das Jugendamt über eine Aufnahme in einer anderen Familie oder in einem Heim entscheidet, dann bedürfen die Erziehungsberechtigten dringend Hilfe. Arbeitslosigkeit, Todesfall, finanzielle Not, desolate Wohnverhältnisse, physisch oder psychische Erkrankungen, Scheidungs- und Trennungssituation, Überforderung in der Haushaltsführung, zählt Dirk Fehrensen auf. Die Kinder hätten oftmals viel Leid ertragen müssen oder waren sogar Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Sie benötigen viel Zuwendung, und der Zustand des Kindes entscheide, welche Form der Unterbringung am günstigsten ist. "Unser gesetzlicher Auftrag ist jedoch auch, die Herkunftsfamilie so zu unterstützen, dass die Erziehungsbedingungen und Umstände im eigenen Haushalt verbessert werden, um das eigene Kind dann wieder rückzuführen", sagte der Jugendamtsleiter. In 30 bis 40 Prozent der Fälle sei eine Rückkehr des Kindes möglich. Während die Kurzzeit- in eine Dauerpflege bzw. sogar bis zur Adoptiongeführt werden kann, haben es die Eltern auf Zeit am schwersten, weiß der Amtsleiter. Pflegekinder seien Wunschkinder, doch eigene Wünsche müssten begrenzt bleiben. Pflegekinder müssten so akzeptiert werden, wie sie sind, bestätigt Ines Scheel vom Jugendamt. Einfühlungsvermögen, Toleranz und Taktgefühl seien Erfordernisse, die von der neuen Familie erwartet werden. Mit Geld sei dieses nicht aufzuwiegen. Die Pflegesätze liegen derzeit zwischen 574 und 719 Euro pro Monat. Paare oder Familien, die sich für die Aufnahme eines Pflegekindesinteressieren, können sich mit Frau Milewski im Jugendamt, Gagarinstraße 68, Tel. (0365) 838 31 97 in Verbindung setzen.

( 16.05.2003 )

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