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Thüringen ist ein Autoland

"Autoland Thüringen - gestern und heute" heißt ein Buch, das jetzt erschienen ist. Es stammt von Horst Ihling, der selbst 40 Jahre Automobilgeschichte in Eisenach miterlebt hat und fast alles, was mit dem Autobau in Thüringen zusammenhängt, gesammelt hat. "Allerdings waren, nachdem ich die Idee zu dem Buch hatte, noch viele Recherchen notwendig", erzählte er. Am meisten habe ihn geärgert, dass zum100-jährigen Bestehen des Verbandes der Autoherstellers, das in Eisenach gefeiert wurde, kein Wort über den Thüringer Automobilbau gefallen sei, gab er dazu. Dabei liege die Wiege des Automobilbaues Deutschlands in Thüringen und in Sachsen, bestätigte Hans Fleischer, der den Nachlass seines Vaters, Fritz Fleischer Karosserie- und Fahrzeugbau, betreut. Interessante historische Aspekte hat der Autor ausgegraben. So wird das Abbild des ersten Autonummernschildes aus dem Jahr 1899 gezeigt. Es befand sich an einem Wartburg, der in München fuhr. Auch der erste Führerschein ist von Interesse. Zu den Verhaltensmaßregeln im Straßenverkehr gehörte es, nur mit mäßiger Schnelligkeit bis 12 km/h zufahren, besondere Vorsicht an Ecken und Kurven walten zu lassen und bei Kutschen mit vornehmen Adligen anzuhalten. Horst Ihling widmete dem Automobilbau in Gera und Umgebung mehrere Kapitel. Dazu gehört auch der Fahrzeugbau Golde. "Aber ohne die Vermittlerrolle von Hans Fleischer aus Puhlheim wäre ich nicht an die Familie Golde, die heute in Appenzell in der Schweiz lebt, herangekommen", verriet der Autor. Von dem alten Herrn Golde habe er viele Informationen erhalten. Dabei habe es sich herausgestellt, dass die Broschüre zum 75-jährigen Bestehender Firma Golde zahlreiche Fehler enthalte. Das Verdienst von Golde für den Karosseriebau in Gera und Umgebung sei unschätzbar, schwärmte Horst Ihling. Denn er sei nicht nur Zulieferer gewesen, sondern auch Lehrerund Ratgeber. Als sich die Autoindustrie entwickelte und der Bedarf nach Zubehör immer größer wurde, habe sich Golde für die Handwerksmeistereingesetzt und sogar Kalkulationen geliefert, weiß der Buchautor. Bis 1945 war Golde in Gera tätig. Der Geraer Wirtschaftsförderreferent Jan Wabst begrüßt das Buch als wichtige Neuerscheinung für die Region. Vor dem Hintergrund der Neuansiedlung großer Automobilbetriebe im mitteldeutschen Raum lieferees umfassende Informationen zu Altem und Neuen in der Branche und helfevielleicht mit, Investoren anzulocken.

( NG/hs, 14.03.2003 )

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