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Steine prägten die Geraer Museenlandschaft

125-jähriges Jubiläum - Ausstellung aus allen Häusern. Eine Sammlung von Mineralien und Fossilien war der Grundstein der GeraerMuseum. Am 15. März vor 125 Jahren schenkte der Geraer Handwerksmeisterund Schönfärber Johann Christian Seydel der Stadt seine in 25 Jahrenzusammengetragene geologische Sammlung mit der Bitte, diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach neun Jahren erst konnte diese Bitte erfüllt werden. "Das haben wir der sehr aktiven Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften zu verdanken", sagte die Direktorin des Museums für Naturkunde, Christel Russe, ganz enthusiastisch. Engagierte und angesehene Bürger der Stadt seien somit die Urväter der Geraer Museen. Den Tag des Jubiläums wollen die heutigen vier Museen ganz besonders würdigen. Am Gründungstag selbst, dem 15. März, wird es eine Festveranstaltung im Barocksaal des Naturkundemuseums geben. In einer anschließenden Festwoche sind in den einzelnen Häusern Führungen, Begegnungen, Werkstattgespräche und Veranstaltungen für Kinder geplant. "Wir wollen aber auch hier im Haus, wo die Naturwissenschaften zu Hause sind, mit kleinen Ausstellungen neugierig auf den Besuch in unseren eigenen Häusern machen", warb Dr. Martin Müller, Direktor des Stadtmuseums. So sind aus den Bereichen Angewandte Kunst, Stadtgeschichte, Malerei und Grafik sowie Naturwissenschaften Schätze und Besonderheiten in einer Ausstellung zusammengefasst, die lange oder überhaupt noch nicht das Licht der öffentlichkeit erblickten, zu sehen. Ute Heckmann vom Stadtmuseum ist dankbar, dass sie während der Schließzeit ihres Hauses - die Neueröffnung ist für 2004 vorgesehen - auserlesene Stücke im Naturkundemuseum präsentieren kann. "Wir sind miteiner Stadtansicht von 1675 dabei", erzählte die Historikerin. Das Gemälde war bislang auf Ende des 18. Jahrhunderts datiert, zeigt aberGera vor dem großen Brand. Das sei bei Restaurierungsarbeiten 1999 entdeckt worden. Auch das in Gera gefertigte Modell einer Mitrailleuse, dem Vorläufer des Maschinengewehrs, wird erstmalig öffentlich gezeigt. Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin der Kunstsammlung Gera, sieht in der Jubiläumsausstellung ein Signal für die gemeinsame Sache in der Geraer Museumslandschaft. Für Kunst und Kultur bestehe in der Stadt ein großes Interesse, aber durch Otto Dix und den Sammlungsbestand könne ihr Hausauch überregional wirken. Das jüngste der Geraer Museen ist das Museum für Angewandte Kunst. Wie dessen Direktor Hans-Peter Jokobson berichtete, habe das Haus bis zur Wende keinen eigenen Sammlungsbestand gehabt. Doch nun könne es auf seine Stärken, dem Kunsthandwerk des 20. und 21. Jahrhunderts, der Fotografie mit dem Aenne Biermann-Preis und dem Grafikdesign verweisen. "2004 feiern wir das 20-jährige Bestehen", gab er eine kleine Vorschau. In der Sonderausstellung zum 125-jährigen Bestehen ist das Haus mit einigen Beispielen Geraer Porzellanhersteller aus Roschütz und Untermhaus präsent.

( 14.03.2003 )

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