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Jetzt sind es sieben Dienstleister unterm Schirm der Stadtwerke

Das Firmenzeichen der Geraer Stadtwerke, ein stilisiertes rundes großes G mit sechs Segmenten, erhält Zuwachs. Zu den bisherigen Segmenten, die die zum Verbund gehörenden Unternehmen symbolisieren, kommt als Nummersieben das der Geraer Wohnungsbaugesellschaft Elstertal (GWB) hinzu. Grund: Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat jetzt trotz einiger Gegenstimmen dem Kauf von 74,9 Prozent der Geschäftsanteile der städtischen GWB zugestimmt. Das spült 6,7 Millionen Euro in das leichtgewichtige Stadtsäckel Geras. Bürgermeister und Finanzdezernent Norbert Hein verwies vor der Presse darauf, dass der Stadtrat bereits zum Jahresende 2002 den Deal beschlossen hatte. Bisher war die GWB als größtes Wohnungsunternehmenmit derzeit 10.440 Wohnungen und Gewerbeimmobilien im alleinigen Besitzder Stadt. Diese bleibt jedoch mit 25,1 Prozent der Geschäftsanteile Miteigentümer und bekennt sich so weiterhin zu ihrer wohnungwirtschaftlichen Verantwortung. Mit dem Verkaufserlös will die Stadt dringend anstehende Investitionenin Angriff nehmen. Das betrifft beispielsweise Vorhaben des sogenannten URBAN-Programms für die europaweite Stadtsanierung. Im Stadthaushalt 2003 sind rund 29 Millionen Euro eingeplant, die aus Privatisierungsgeschäften kommen sollen. Damit ist auch klar, dass um das Waldklinikum kein Bogen gemacht werden kann. Dr. Norbert Vornehm, Kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke, Gernot Küchler, GWB-Geschäftsführer, und Bernd Petzold, Technischer Vorstand der Stadtwerke und Geschäftsführer der Geraer Energieversorgung, sehen übereinstimmend eine Reihe Vorteile bei der neuerlichen "Adoption". Fortgesetzt werde damit die Strategie, die wichtigsten kommunalen Dienstleister unter dem Schirm der Stadtwerke AG zu bündeln. Es entstünden Synergieeffekte, um wettbewerbsfähig zu bleiben und alle Leistungen kostengünstiger anzubieten. Das gemeinsame Bestreben der sieben Partner gehe dahin, dem Bürger kommunale Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten. Der Kunde soll künftig möglichst nur noch einen Ansprechpartner haben und für alleLeistungen eine einzige Rechnung erhalten. Dazu ist angedacht, eingemeinsames zentrales Kundendienstzentrum zu errichten. Neues Gera warf die Frage auf, wie die Bürger mit diesem löblichen Vorhaben bekannt gemacht werden sollen. Denn beste Information gehöre dann in jeden Haushalt. Dr. Vornehm sieht eine der Lösungen darin, eine umfassende informative Broschüre zu allen Dienstleistungsangeboten, Ansprechpartnern und Adressen herauszugeben. Mit dem Verkauf von Geschäftsanteilen soll dem kommunalen Unternehmen GWB der Rücken gestärkt werden. So sind z. B. über den Stadtwerke-Verbund Verwaltungseinsparungen möglich. Eine schwerwettzumachende Bürde sind die Einnahmeverluste durch einen Wohnungsleerstand von 24 Prozent, bedingt durch den Einwohnerschwund der Stadt.

( NG/hb, 07.02.2003 )

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