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Virtuelles Rathaus bald Realität für den Bürger

Der Klick im Internet dürfte in absehbarer Zeit den persönlichen Besuch im Rathaus bzw. Landratsamt überflüssig machen. Behördengeschäfte vomheimischen Computer aus zu erledigen - das dürfte für die Einwohner der Städte Gera, Jena und Altenburg sowie des gesamten Landkreises Altenburg in absehbarer Zeit Realität sein. Die beteiligten Kommunen haben eine Vereinbarung zum Beitritt in eine Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) geschlossen, die gemeinsam das Programm "Regionale Internetplattform - Netzwerk virtueller Rathäuser/Landratsämter" umfasst. Erstmals in größerem Stil stimmen damit die drei Städte und der Landkreis Altenburg ihre regionale Entwicklung ab. Die Zielrichtung ist klar: Stärkung der Region durch Bündelung der gemeinsamen Interessen. Die Möglichkeiten des Internets und dabei speziell des "eGovernments" sollen dabei die Plattform für die gemeinsame Nutzung der vorhandenen Potentiale bilden. Die Europäische Kommission fördert das Projekt, das vorerst bis Ende nächsten Jahres ausgelegt ist. Damit sollen auch Erfahrungen für andere Kommunen gesammelt werden. Weit über drei Millionen Euro müssen investiert werden, auf die beteiligten Kommunenkommen allerdings nur Eigenmittel in Höhe von 750.000 Mark zu. Natürlich denkt die Arbeitsgemeinschaft nicht nur an den "Virtuellen Besuch im Rathaus", sondern will neben dieser Möglichkeit der Bürgerkommunikation auch die gemeinsame Entwicklung regionaler Wirtschaftpotentiale fördern. Besonders die Inanspruchnahme technologieorientierter Unternehmen aus der Region soll angeregt werden. Bis zur Vertragsunterzeichnung hatte Weimar immer noch mit einer engen Kooperation mit Jena geliebäugelt und war an einer Städtekette von Erfurt bis Jena interessiert, so daß die Gefahr einer Abkopplung Ostthüringens gestiegen wäre. Dabei hatte man vor allem die gemeinsamen Interessen in Richtung Elektronik ins Feld geführt. Nunmehr hat sich aber Jena eindeutig zu Ostthüringen bekannt. Ein Vorteil dieser Städtereihe von Jena bis Altenburg kann auch in einer "Nahtfunktion" zum westsächsischen Gebiet bestehen, das eine der größten Industrieregionen der neuen Länder ist. Erinnert sei dabei nur an die großen Automobilstandorte von Zwickau und Mosel. Der Vertrag ist ein erster Schritt, der künftig auf zahlreichen Gebieten untersetzt werden soll. Dabei wird es nicht nur um die Zusammenarbeit von Firmen in der Region gehen, auch Verkehr und Touristik, Sport undKultur bieten durchaus Möglichkeiten der Kräftebündelung, ohne dass dadurch die regionalen Besonderheiten und Stärken der einzelnen Städte bzw. Kreise aufgegeben werden dürfen. Ganz in diesem Sinne ist die neue Kommunale Arbeitsgemeinschaft für weitere Mitglieder offen.

( NG/ert, 24.01.2003 )

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