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Gut betreut mit "...menschlicher Nähe"

Das Seniorenpflegeheim ist ja kaum wiederzuerkennen. Der moderne und schöne Erweiterungsbau macht sich gut. nun gibt es optimale räumliche und technische Möglichkeiten, duie dazu beitragen, dass das motivierte Personal den Dienst am bedürftigen und alten Menschen noch besser auf hohem Niveau leisten kann. - Dieses Lob stammt aus dem Munde des SPD-Bundestagsabgeordneten Karsten Schönfeld während eines Informationsbesuches im attraktiven Diakoniezentrum Gera in der Heinrich-Laber-Straße, bei dem es ihm vor allem auch um den Stand der Umsetzung des Pflegeversicherungsgesetzes ging.
Schönfeld besuchte schon einmal 1999 die Einrichtung und kannte folglich den alten Zustand, als mit einem respektablen Fördermittelbescheid in Höhe von 12,8 Millionen Mark der Weg zur Modernisierung beschritten werden konnte. Seither hat die Einrichtung, die als Mitglied im Diakonischen Werk (diakon = griechisch: "dienen") der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen eingebunden ist, ein ganzes Netzwerk sozialer Dienstleistungen aufgebaut, vom stationären Aufenthalt im schmucken Pflegeheim, über die Tagespflege und die psycho-soziale Betreuung bis zum altersgereichten Servicewohnen im Bürgerhof Zwötzen. Wie Geschäftsführer Michael Kitzel dem Gast berichtete, betreut die Diakonie als Träger der Altenarbeit mit ihren rund 100 Mitarbeitern unter dem Motto "...menschliche Nähe" täglich etwa 350 Bürger. Das Pflegeheim in der Heinrich-Laber-Straße, dessen entgültige Übergabe zum bevorstehenden Thüringentag vorgesehen ist, verfüge sinnvollerweise über 90 Plätze, denn künftig dürften für solche oder ähnliche Einrichtungen im Durchschnitt nur etwa 120 Betten üblich werden. Kitzel verwies auf den weiter wachsenden Anteil älterer Bürger in Gera. Die gegenwärtige Anzahl von 1200 Plätzen im stationären Bereich (davon die meisten in Lusan) dürfte folglich in Zukunft nicht mehr den Bedarf decken. Wobei die Senioren sich zunehmend Einrichtungen in ihrem angestammten Stadtteil wünschen.
Das 1994 beschlossene Pflegeversicherungsgesetz, das 2002 ausläuft, brachte begleitend ein Programm in Gang, mit dem die ostdeutschen Altenheime ans Westniveau herangeführt werden sollten. Dafür werden bis 2002 etwa 1,3 Milliarden Mark aufgendet. Aber was kommt danach? Wie soll nach dem Wegfall des Gesetzes die Altenarbeit finanziert werden? Denn fest steht: Das Diakoniezentrum, das wurde Schönfeld dringend ans Herz gelegt, braucht weiterhin finanzielle Hilfe und kann sich allein nicht tragen. Es sollte ein Anschlussgesetz geben, damit die Diakonie ihre Arbeit fortsetzen und sich dabei des harten Konkurrenzdrucks anderer Bewerber erwehren kann. So möchte man z.B. die seit Herbst 2000 arbeitende Ratgeberzentrale in ihrem Modellcharakter unbedingt ausbauen.

Schönfeld versicherte, dass im Zusammenhang mit dem neuen Solidarpakt auch über weitere Regelungen zur Pflegeversicherung und deren Finanzierung nachgedacht werde. Er wolle sich als Abgeordneter dafür einbringen.
Auf Anfrage von Neues Gera verwies Schönfeld darauf, dass für ihn neben dem Diakoniezentrum weitere Besuche in Unternehmen und Einrichtungen, so auch in Gera, auf dem Programm stehen.

( NG/hb, 14.07.2001 )

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