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Stadtwerke AG will kommunalen Haushalt entlasten

In Sachen Versorgung, Entsorgung und Verkehr bildet die Stadtwerke Gera AG die Nummer eins. Sechs Partnerunternehmen, die Energieversorgung GmbH, die Kraftwerke Gera GmbH, die Stadtwirtschaft GmbH, die Geraer Verkehrsbetriebe GmbH, die Flugbetriebsgesellschaft GmbH und die Infraserv Gera GmbH bilden den Verbund, der für die Stadt große Vorteile mit sich bringt, weiß der Kaufmännische Vorstand Dr. Norbert Vornehm. Zur Pressekonferenz anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Holding zählt er vier davon auf und nennt zum Beispiel eine Steuerersparnis von 3,2 Millionen Mark im Jahr 1999. Zwar müsse die Stadt als Gesellschafter jetzt noch rund acht Millionen Mark, die die AG derzeit als Verlust einfährt, ausgleichen, doch bereits 2002 soll der kommunale Haushalt weiter entlastet werden. "Wir wollen künftig ohne Nettozahlungen aus dem Haushalt auskommen", sagte er. Allerdings, so kritisiert Dr. Vornehm, dürften nicht immer "Stimmen einzelner aus dem Rathaus laut werden, die den Verkauf von Unternehmensteilen ins Gespräch bringen". Es bringe der Stadt keine Vorteile, wenn vermeintlich lukrative Steine aus dem Verbundunternehmen herausgebrochen würden, denn damit steige wieder der Zuschussbedarf aus dem städtischen Haushalt.
Rund 755 Millionen Mark haben die Unternehmen der Stadtwerke in den vergangenen zehn Jahren investiert. Technischer Vorstand Bernd Petzold verweist darauf, dass der größte Teil der Aufträge an Unternehmen und Handwerker aus der Stadt gegangen ist.
Ein gemeinsames Konzept und gemeinsames Finanzmanagement, Controlling, Marketing und Arbeitsschutz bringen dem Unternehmensverbund die Erfolge. Neue Geschäftsfelder für die Zukunft sieht der Vorstand in der Erweiterung der Daseinsvorsorge. "Wir werden uns um die Betriebsführung der Wasser- und Abwasserversorgung vom Zweckverband Mittleres Elstertal bemühen", steckt Bernd Petzold das Ziel ab. Auch an der europaweiten Ausschreibung zur Restmüllentsorgung will sich das Unternehmen beteiligen. Über die Steckdose das Internet zu nutzen, diese Möglichkeit wird mit Interesse verfolgt. Wenn das soweit ist, sei man zur Stelle, versichert Bernd Petzold. Nicht mehr ganz so fern ist jedoch der Aufbau eines Services aus einer Hand. In Zukunft könne man in ein und demselben Kundenbüro einen Sperrmülltermin vereinbaren, eine Stadtkarte für Bus und Bahn abonnieren oder sich über Energieeinsparung beraten lassen, zählt Dr. Vornehm auf.
Wenn die Stadtwerke Gera AG am 9. und 10. Juni ihren zehnten Geburtstag feiert, kann sie eigentlich auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken. Am Heiligabend 1852 gingen in Gera zum ersten Mal die Gaslaternen auf den Straßen an. Dafür sorgte die Gasbeleuchtungs- Aktiengesellschaft. Die Geraer Straßenbahn ist ohnehin die zweitälteste in Deutschland. 1892 ging sie in Gera auf Jungfernfahrt. Doch zuvor wurde 1891 die Geraer Straßenbahn AG gegründet, die auch den ersten öffentlichen Strom ins Netz speiste. Selbst der Flugverkehr hat Tradition. Seit 1926 flog die Lufthansa Gera täglich außer sonntags an.

( NG/hs, 09.06.2001 )

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