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Vier Autobahnanschlüsse bis zur BUGA

Gera wird durch neue Pläne für die Bundesgartenschau BUGA 2007 Nutznießer einer besseren Zusammenarbeit beim Strassenbau von Bund, Land und Kommune. Die Stadt bekommt nach Kosten-Einsparungen beim Ausbau der Bundesautobahn A 4 zwischen Rüdersdorf und Hermsdorf nun schneller ihre vierte Autobahnanschlussstelle in Bieblach-Ost, sagte Bernd Rothe, Bereichsleiter der für den Ausbau der A 4 zuständigen DEGES GmbH nach der Regionalen Verkehrskonferenz am Dienstagabend. Auch der Ausbau der A 4 nach Ronneburg und am Hermsdorfer Kreuz Richtung Bayern würde zügiger vorangebracht.
Baudezernent Frank Herzer betonte: "Die Südost-Tangente war die Straßenbaumaßnahme des letzten Jahrzehntes. Sie brachte als Umgehung zum Teil 20 bis 40 Prozent Entlastung." Nun seien die Baumaßnahmen im Norden der Stadt vordringlich. Das bedeute eine vierspurige Verbindung über die Ost-Tangente zwischen Leumnitz und Bieblach-Ost. Für die Einbindung des stark belasteten Trebnitzer Kreuzes denke man an einen großen Kreisel, den täglich 14.000 und mehr Fahrzeuge passieren werden. Die Entwurfsplanung steht vor dem Abschluss, erläuterte der Leiter des Straßenbauamtes Dr. Ulli Gelbrich. Mit der Führung der neuen Trasse von Bieblach durch das Brahmetal bis zur nördlichen Anbindung an die Bundesstraße 2 würde Langenberg etwa um die Hälfte des zähen Durchgangsverkehrs Richtung Zeitz/Weißenfels entlastet. Der Baubeginn für die - schon als Geraer Kreuz bezeichnete - Anschlussstelle Bieblach Ost (in Form eines vierblättrigen Kleeblatts) ist wegen der BUGA-Förderung zwingend für 2003 vorgesehen.
Besonders interessant seien Ersparniseffekte aus der gemeinsamen Planung von Bund, Land und Kommune. Das tiefere Eingraben der Trasse für die Ost-Tangente bei Trebnitz bringe zum Beispiel natürlichen Lärmschutz. Außerdem sollen Baustoffmassen, die dort aus der Erde geholt werden, beim parallelen Autobahndamm eingesetzt werden, statt neue Baggergruben am Rande zu schaffen. Das spart Millionen Kosten für Transport oder Grunderwerb. Allein zum Ausbau der Autobahn zwischen Anschluss Gera und Gera-Leumnitz müssten sonst 90.000 Kubikmeter Erde angefahren werden. Durch günstige Ausschreibungsergebnisse und das Nachdenken über die BUGA, so DEGES-Bereichsleiter Rothe, haben sich neue Möglichkeiten im Rahmen dieses Projektes Deutsche Einheit an der A 4 ergeben: Noch 2001 starte der 85 Millionen Mark teure Ausbau der Strecke zwischen Gera-Leumnitz und Ronneburg. Auch der Umbau am Hermsdorfer Kreuz beginnt voraussichtlich vorzeitig. Ab 2003 sei Baurecht zu erwarten; ab 2004 der Baubeginn. Vorrang habe der Abzweig, von Eisenach kommend, nach Bayern. Nachdem im Vorjahr der Verkehr sechsstreifig zwischen Gera und Rüdersdorf freigegeben wurde, ist jetzt das Stück zwischen Rüdersdorf und Hermsdorf-Ost im Bau. Es soll zum 3. Quartal 2002 komplett sein. Die Verbreiterung zwischen Gera und Leumnitz folgt ab Ende 2003. Die A 4 gehört in Zusammenhang mit der Verkehrsführung von Kassel über Eisenach - mit 450 Kilometern und acht Milliarden Mark Kosten zu den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit.

( NG/tt, 19.05.2001 )

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