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Spannungsfeld zwischen Flamenco und Pas de deux

Klassisches und Modernes, bekannte Choreographen und Eleven, Pas de deux und Flamenco - all das vereinen die diesjährigen Geraer Ballett-Tage, die vom 4. bis 13. Mai stattfinden. Das Programm, das in diesem Jahr das Motto "Momente des zeitgenössischen Tanzes" trägt, ist vielversprechend und ausgewogen. Dank großzügiger Sponsoren sei es möglich, nicht nur den eigenen Beitrag der Ballettcompagnie des Theaters Altenburg-Gera vorzustellen, sondern auch eine Reihe bedeutender Gastspiele, freut sich Generalintendant Dr. René Serge Mund. Ihm sei es besonders wichtig, zu sozial vertretbaren Preisen hohe Ballettkunst von internationalen Ballettcompagnien zu zeigen. Das trage auch dazu bei, den Bekanntheitsgrad der Region aufzuwerten. Andererseits können Publikum wie Künstler über den Tellerrand hinausschauen und neue Dimensionen erfahren, eigene Stärken und Schwächen erkennen, stellte der Generalintendant fest.

Eröffnet werden die Ballett-Tage mit der Premiere des zweiteiligen Ballettabends "Seelen-Landschaften" des Theaters Altenburg-Gera in der Choreographie von Uwe Scholz und Ton Wiggers. Letzterer zeigt für den ersten Teil Verantwortung. Er ist Leiter und Choreograph von "Introdans" Arnheim und choreographierte in Gera nach den Suiten Nr. 1 und 2 aus "Antiche Danze ed Arie per liuto" von Ottorino Respighi neu, die damit eine Uraufführung erleben. Eine seiner berühmtesten Choreographien, die 1986 für "Les Ballets de Monte Carlo" entstand, das Klavierkonzert Es-Dur, KV 271, "Jeunehomme-Konzert" von Mozart, übertrug Uwe Scholz (Ballettdirektor und Chefchoreograph des Leipziger Balletts) dem Altenburg-Geraer Ballett. Vor allem der Mittelsatz, ein Pas de deux, ist in den Tanz-Galas der ganzen Welt zu Hause und nun auch in Gera zu erleben.
Am 5. Mai gastiert die Tanzcompagnie Flamencos en route aus der Schweiz mit "Soléa and the Winds". Hier schafft die Choreographie ein knisterndes Spannungsfeld zwischen Flamenco und zeitgenössischem Tanz. Weiter geht es mit internationalem Flair am 6. Mai. Aus Frankreich zu Gast ist das Ballett de I Opéra National des Bordeaux Charles Jude and Friends. Unter dem Titel "Dancing Celebration" werden Ausschnitte aus "Blumenfest von Genzano", "Don Quichotte", "Dornröschen", "Nussknacker", "Raymonda" und anderes präsentiert.
Zurück zum Natürlichen und Kreatürlichen scheint die Devise von Vera Sander und ihrer Kölner Tranztruppe, die VeraSanderArtConnects, zu sein. Das will jedenfalls ihr dreiteiliger Tanzabend "For me - mory and desire" am 8. Mai vermitteln. Vera Sander lebt und arbeitet in Köln. Das Folkwang Tanzstudio aus Belgien stellt am 11. Mai "Lakenthal", was aus dem Flämischen kommt und Tuchhalle bedeutet. In "Lakenthal" sind ausdrucksvolle, eindringliche Bilder zu sehen, die von Stärke, Kraft, Wut, Resignation, aber auch von Schönheit und Freude erzählen. Ihren Abschluss finden die Ballett-Tage mit der Gala der Ballettschule der Oper Leipzig, die klassische und moderne Choreographie zeigt.
Eine ganze Woche Tanz - das hat schon Festivalcharakter ist sich Dr. Serge Mund sicher, und Ballettdirektorin Silvana Schröder ergänzt: "Ein volles rundes Programm". Sie macht darauf aufmerksam, dass in diesem Jahr erstmals auch Talk-Runden und eine Ausstellung die Ballettabende ergänzen. Am 7. Mai gibt es in der Bühne am Park den Filmvortrag "Von choreographierenden und choreographierten Frauen von Dr. Janine Schulz vom Tanzarchiv Leipzig. "Frauen im Tanz" ist das Thema der Podiumsdiskussion am 9. Mai in der BaP mit Inge Berg-Peters und Silvana Schröder.
Und schließlich können noch Leben und Werk von Gret Palucca in einer Ausstellung, die die Palucca-Schule zeigt, bewundern werden.

( NG/hs, 21.04.2001 )

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