Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Not sehen und handeln

Neues Gera-Gespräch mit Geschäftsführer Andreas Zube. Der Caritasverband gehört zu den sechs Dachverbänden, die sich mit Wohlfahrt und Hilfe bedürftiger Menschen befassen und vorwiegend in den Bereichen Armen- und Wohnungslosenhilfe sowie Alten- und Krankenpflege tätig sind. Seit 50 Jahren übt er sein mildtätiges Amt in Gera aus, und für den Geschäftsführer des Caritasverbandes für Ostthüringen, Andreas Zube, ist es bemerkenswert, dass sich in diesen 50 Jahren das Grundanliegen des katholischen Sozialverbandes nicht verändert hat. "Trotz Unterschiedlichkeiten der Epochen hat sich gezeigt, dass die Nöteder Menschen gleichgeblieben sind, sie unsere Hilfe brauchen und wir eine Antwort auf ihre Nöte finden müssen", ist sich Andreas Zube sicher. Genau so wie er sich sicher ist, dass die Caritas, die sich gelebte Nächstenliebe und mitmenschliche Verantwortung auf ihre Fahnengeschrieben hat, für diese Aufgabe besonders qualifiziert ist.Seit 1996 ist Andreas Zube, der aus Braunschweig stammt, in Gera undführt seit 1997 die Geschäfte des Ostthüringer Caritasverbandes. Er habe bemerkt, dass er anfänglich in Gesprächen mit Verhandlungspartnern immer wieder erklären musste, welche Aufgaben der Verband hat und welches Leitziel er verfolgt. "Dabei sind wir ein Wohlfahrtsverband wie jederandere auch, nur hinter unserer Arbeit steht der christliche Grundgedanke", stellt er fest. Ein weiteres Novum war für den Braunschweiger, dass Caritas und die katholischen Gemeinden in Ostthüringen eine enge Bindung haben und vieles gemeinsam lösen. "Das kannte ich so nicht", stellt er schlicht fest. Das erste Caritassekretariat in Gera wurde am 1. Oktober 1952 in den Räumlichkeiten der Pfarrei Nikolaistraße 4 eröffnet. Der Werdegang wird in einer kleinen Chronik, zu der der Geschäftsführer recherchierte, beschrieben. In der DDR-Vergangenheit hatten es die Mitarbeiter und Helfer des katholischen Hilfsverbandes sehr schwer. Unter schwierigen Bedingungen mussten sie oftmals ihren Samariterdienst verrichten. Nicht selten standen sie unter Bewachung der Staats- und Parteimacht, weiß der Verbands-Geschäftsführer. Um so erstaunlicher sei es, dass sichimmer wieder Menschen gefunden haben, die diese Arbeit verrichteten: Menschen, denen es noch schlechter ging, zu helfen, überlegt er. Heute sind in der Region Ostthüringen rund 100 Mitarbeiter tätig, die von 200 Ehrenamtlichen und 300 persönlichen Mitgliedern sowie von denkatholischen Kirchgemeinden unterstützt werden. Im vergangenen Jahr betreuten sie etwa 3800 Menschen. Dies erfolgt in Gera über die Einrichtung der Wohnungslosenhilfe und über die Sozialstation in der Altenburger Straße, über das betreute Wohnen für Senioren und die Werkstatt für Wohnungslose. Für das Neue offen, aber nicht die Wurzeln vergessen, beschreibt Andreas Zube den nächsten Weg. Die enge Verbundenheit zwischen Kirche und der Hilfsorganisation soll beibehalten werden. Diesem Ziel dient auch der neue Fachdienst unter dem Namen "Gemeindecaritas". Er ist im Sitz des Caritasverbandes für Ostthüringen, Kleiststraße 7 in Gera, untergebracht und als Anlaufstelle und Ansprechpartner für die Helferinnen und Helfer gedacht. Als Wunsch für die Zukunft nennt der Geschäftsführer Partner aus Politik und Verwaltung, die stärker geprägt sind vom Suchen nach Antworten und nachdem besten Weg zur Lösung sozialer Probleme als ausschließlich von Einsparungen. Das 50jährige Jubiläum wird mit einer Festwoche vom 29. September bis 1.Oktober begangen. Gottesdienste, Tag der offenen Tür in den Einrichtungen, Ausstellung und Fachtagung würdigen das Ereignis.

( NG/hs, 27.09.2002 )

zurück