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Gewo wechselte Besitzer

Deutsche Kreditbank Immobilien AG hält 94 Prozent Anteile Zügige Sanierung von Wohnungen geplant "Es wird keine Mieterhöhungen und Preiskampf mit anderen Wohnungsgesellschaften geben, dafür Rückbau und zügigere Sanierung", kündigte Wolfgang Krug, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kreditbank Immobilien AG, bei der Vertragsunterzeichnung des Verkaufs von Geschäftsanteilen der städtischen Wohnungsgesellschaft Gewo an. Der neue Geschäftspartner hält 94 Prozent der Gewo-Anteile. Der Kaufvertrag wurde von Oberbürgermeister Ralf Rauch und Wolfgang Krug unterzeichnet. Die urkundliche Bestätigung nahm der Geraer Notar Helmut Sauer vor. Zwei Jahre habe man sich mit dem Thema befasst, resümierte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Krug. An dem bisherigen guten Einvernehmen mit der Stadt werde sich nichts ändern. Er lobte das Engagement des Gewo-Geschäftsführers Horst Richter und freue sich auf eine Zusammenarbeit, sagte. Ebenso versicherte er: "Es wird keine Entlassungen geben. In unserem Unternehmen ist noch nie ein Mitarbeiterentlassen worden." Allerdings werde es einen Personalabbau geben, doch diese Mitarbeiter - so sieht es der Vertrag vor - werden von der Stadtverwaltung übernommen. Falsch hält der Kreditbankimmobilienchef die langen Zeiträume für den Stadtumbau. Er denke an schnellere Lösungen. Wobei natürlich eine Bank andere finanzielle Möglichkeiten habe als eine Kommune, räumte er ein. Er sei sich sicher, dass die Bank im Rahmen wirtschaftlicher Vernunft ihrem Tochterunternehmen in Gera günstige Kredite bereitstellen werde. Für ihn hätte Rückbau statt Abriss Vorrang, "denn", so sagte er, "die Häuser müssen ein Gesicht erhalten, damit die Menschen sich mit ihnen identifizieren können". Die Mieter sollen sich wohlfühlen und eine Bindung zu ihrer Wohnungsgesellschaft haben. Allerdings dürfe es nicht passieren, dass sich das Stadtplanungsamt als Obergeschäftsführer von der Wohnungsgesellschaft betrachtet und sich in Planungsvorhaben zur Gestaltung der Blöcke und Häuser einmischt, schränkte er ein. "Preiswertes Wohnen für breite Schichten", erläuterte er das Motto der DKB Immobilien AG. Wolfgang Krug denkt auch an Innenstadtobjekte. Es dürfe nichts verfallen, was einen historischen Charakter habe, denn dieses diente dem Erscheinungsbild der Stadt. "Wir wollen uns in das öffentliche Leben einbringen", bestätigte er. Die Deutsche Kreditbank Immobilien AG hat auch in anderen Ländern wie Bayern oder in Berlin-Brandenburg Wohnungen in ihrem Besitz. In ganz Deutschland hat sie einen Bestand von 43.000 Wohnungen. Bewährt hätten sich dabei die Gründungen von Regionalgesellschaften. Gera könne zum Beispiel der Hauptstandort für thüringische Aktivitäten werden. Außerdem lege das Unternehmen Wert darauf, bei baulichen Vorhaben nur mitortsansässigen Handwerkern zusammenzuarbeiten. Gewo-Geschäftsführer Horst Richter bestätigte, dass die Zeit der Verunsicherung unter den Mitarbeitern vorbei sei. Es sei eine hohe Motivation vorhanden, das Konzept der DGB Immobilien AG mit Leben zuerfüllen.

( NG/hs, 03.05.2002 )

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