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Ilona Schlupeck macht aus Holz edle Kunst

Kunstliebhaber aufgemerkt! Erneut gibt es Kunst in der Kammer zubewundern. Nun schon zum 8. Male ist die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera (IHK) Heimstatt für begabte Künstler und ihre sehenswerten Schöpfungen. Diesmal sind Reliefs und Plastiken der einheimischen 46-jährigen Holzbildhauerin Ilona Schlupeck zu sehen. An 80 ihrer Arbeiten kann sich das Auge in den Fluren dreier Kammer-Stockwerke satt sehen. Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Strelow ließ bei der feierlichen Vernissage verlauten, dass die Ausstellung besonders wichtig sei. Ist es doch für ihn als Initiator der Schau das letzte kunstbezogene Ereignis in seiner zu Ende gehenden Amtszeit. Er habe kein Exemplar Schlupeckscher Kreationen gesehen, welches ihm nicht gefalle. Dem kann Neues Gera im Prinzip beipflichten. Wenn allerdings die aus Burkersdorf (Saale-Orla-Kreis) kommende Künstlerin eine ihrer Arbeiten "Geteilte Sicht" getauft hat, kann es schon sein, dass die Betrachter unterschiedliche Ansichten zu den Werkender Holzbildnerin haben. Deren Umgang mit dem überaus interessanten Werkstoff Holz (sie bevorzugt das weiche, gut formbare Lindenholz) soll ja gerade zu produktivem Gedankenaustausch anregen. Vier Monate lang ist in der Kammer Gelegenheit, sich mit der "Holz-Art" (so nennt Ilona Schlupeck ihre Auswahl) auseinanderzusetzen. Unser Favorit: das Relief "Natürlich erotisch" - wegen des Themas und der Farbgestaltung. Die gebürtige Langenwolschendorferin hat durch ihren Umgang mit Holz bewiesen, dass sie nicht auf dem Holzweg ist. Sie lernte das Handwerk von der Pike auf und studierte an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg. 21 Personalausstellungen bisher, darunter in Berlin und Köln, legen davon Zeugnis ab, wie weit es die Künstlerin gebracht hat.Den Löwenanteil ihrer Arbeiten bestreiten Reliefs. Die jetzige Ausstellung in der Kammer erhebt retrospektivischen Anspruch. Die seit fast 20 Jahren freischaffend tätige Künstlerin gibt quasi einen Querschnitt ihres Schaffens ab. Sie bedient sich unterschiedlicher Stilmittel, mal realistisch, mal surrealistisch, malabstrakt und mal kombiniert. Was auffällt: Die Natur ist integraler Bestandteil ihrer Kunst. Eine der interessanten Methaphern ist zum Beispiel der fliegende Vogel als Symbol unbeschwerter Freiheit. Was die Ausstellung nicht zeigen kann, sind Schlupecks Arbeiten zur Kunst am Bau, womit sie im wesentlichen ihr Brot verdient. Wer beispielsweise als Urlauber im Ferienheim Wurzbach oder im Seehotel Zeulenroda Erholung sucht, kann mit derartigen Wandgestaltungen Bekanntschaft schließen. Aber sogar im Wolgograder Haus der Jugend oder im bulgarischen Supermarkt von Panagjurischte stößt man auf Zeugnisse ihres Könnens.

( Harald Baumann, 12.04.2002 )

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