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Kommunale Kindertagesstätten bis Jahresende in freier Trägerschaft

Kommunale Kindereinrichtungen wird es bis zum Jahresende nicht mehrgeben. Nach dem Stadtratsbeschluss vom vergangenen Jahr sollen bis Ende 2002 alle Kindereinrichtungen der Stadt Gera und der Heimbetriebsgesellschaft in die Hand von freien Trägern gegeben werden. Darüber informierte die Sozialdezernentin der Stadt Gera Christiane Neudert. Insgesamt verfügte die Stadt über 30 Kindertagesstätten, in denen 1400 Mädchen und Jungen untergebracht und 300 Beschäftigte tätig waren. Die Sozialdezernentin schickte voraus, dass trotz Betreiberwechsels alle Eltern einen Platz für ihre Sprösslinge erhalten haben und keiner der Beschäftigten entlassen wurde. Seit Sommer des vergangenen Jahres fanden 18 kommunale Kindertagesstätten einen neuen Betreiber, zu drei weiteren fällt derStadtrat jetzt eine Entscheidung. Von vier zu schließenden Einrichtungen muss noch eine geschlossen werden. Dabei handelt es sich um die Kindertagesstätte Erich-Mühsam-Straße. Bevor diese jedoch geschlossen wird, müssen Umbauarbeiten im Kindergarten Steigerweg vorgenommen werden. Als Gründe für die Maßnahmen, zu denen sich der Stadtrat entschlossen hatte, nannte Christiane Neudert rückläufige Kinderzahlen. Außerdem spare die Stadt dadurch enorme Kosten. Weitgehend sei bei der übergabe in freie Trägerschaft dem Elternwillen Rechnung getragen worden, bei vier Einrichtungen jedoch hätten die Eltern etwas Anderes gewollt, gab die Sozialdezernentin zu, doch für die Entscheidung seien wirtschaftliche Gründe ins Feld geführt worden.So hätten sich Eltern gegen die übernahme durch Kinderland 2000 GmbH ausChemnitz entschieden. Inzwischen hätten sich die Vorbehalte gegen das Unternehmen, das in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen tätig ist, gelegt. Jugendamtsleiter Peter Bretz bestätigte, dass die Stadt zuvor Erkundigungen in den jeweiligen Jugendämtern der Länder eingezogen habe und von keinen negativen Erfahrungen berichtet worden war. DieKinderland 2000 GmbH hat acht Einrichtungen erhalten und sich für weitere fünf beworben. Weitere Tagesstätten haben die Volkssolidarität, die Arbeiterwohlfahrt, das BIP Kreativitätszentrum, die Lebenshilfe, das Deutsche Rote Kreuz und das Institut für Angewandte Pädagogik Apolda erhalten. "Das zeigt eine angenehme Vielfalt der Träger und Konzepte", zeigt sich Christiane Neudert zufrieden. Allerdings sei der Wunsch, dass Fröbel-Konzept aus der Goethestraße im Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt im Gera-Karree verstärkt fortzuführen und dafür auch das ausgebildete Personal zu übernehmen, gescheitert, bedauerte sie. Die Eltern hätten sich für andere Einrichtungen entschieden. Aber das Fröbel-Konzept soll im AWO-Kindergarten trotzdem weitergeführt werden. Über alle Kindertagesstätten behalte die Stadt trotz veränderter Trägerschaft die Fachaufsicht, versicherte die Sozialdezernentin.

( Helga Schubert, 12.04.2002 )

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