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Für den InterConnex ging das Signal auf Grün

Erste private Schienenfernverbindung - Direkt in die Bundeshauptstadt Berlin. Es macht Spaß, im neuen InterConnex zu reisen. Stromlinienförmig in weißer Eleganz bildet der Zug einen Glanzpunkt auf allen Bahnhöfen, in denen er Halt macht. Schnittig, sicher und schnell erreicht er sein Ziel. Für Gera ist dieser 1. März, an dem der französische Mischkonzern Vivendi seine erste Fernverkehrsverbindung von Gera nach Rostock und zurück in Betrieb nahm, ein denkwürdiger Tag. Bringt er die Stadt dochwieder aus ihrem Provinz dasein, in das sie die Deutsche Bahn AG verbannt hat, heraus. Es gab viel Lob im Vorfeld. Geras Oberbürgermeister Ralf Rauch freute sich nicht nur darüber, dass er einmal die grüne Kelle heben durfte: "Ein tolles Angebot", sagte er und hofft, dass recht viele Geraer und Einwohner aus der Umgebung von der neuen Zugverbindung Gebrauch machen. Auf ein zweites Zugpaar und weitere Fernverbindungen setzte der SPD-Bundestagsabgeordnete Karsten Schönfeld: Es sei ein hoffnungsvolles Zeichen für die Stadt und den Ostthüringer Raum. Und Geras Bürgermeister Norbert Hein (CDU) sprach sogar von einem wichtigen Signal für die neuen Länder. Das Wichtigste und Interessanteste aber sind die Leistungen, die Connex für die Reisenden bietet. Da fallen natürlich Zeit und Geld am meisten ins Gewicht. 5.38 Uhr startet der InterConnex auf seine 475 Kilometerlange Strecke. Er hält in 13 Bahnhöfen in zwölf Städten, fährt über Zeitz, Leipzig, Bitterfeld, Lutherstadt Wittenberg, Luckenwalde, und ist bereits 9.10 Uhr in Berlin-Lichtenberg, - zuvor hält er auch noch in Schönefeld - zehn Minuten später geht es weiter nach Oranienburg, Fürstenberg, Neustrelitz, Waren-Müritz. Endstation ist Rostock, wo er 11.52 Uhr eintrifft. Von der Hafenstadt an der Ostsee fährt er 14.28 Uhr zurück, ist 16.57 inder Hauptstadt, fährt 17.03 Uhr weiter, ist 18.59 Uhr in Leipzig und trifft schließlich 20.05 wieder in Gera ein. Während die DB den Urlaubern, Touristen und Reisenden eine fast elfstündige Reise mit sechsmal Umsteigen nach Rostock zumutet, liegen da schon die Vorteile bei der InterConnex auf der Hand. Auch der Preis kann sich sehen lassen. Gera - Rostock kostet 31,95 Euro, Gera - Berlin 18,35Euro, einschließlich des Nahverkehrsanschlusses. "Das gibt es nur bei uns", wirbt Geschäftsführer Hans Leister. Für die Vivendi-Tochter müsse sich die Strecke Gera - Rostock rentieren. Sie habe experimentellen Charakter, gab er zu. Bereits im April müsse sich das Unternehmen entscheiden, ob es die Trasse für das nächste Jahr bei der DeutschenBahn AG bucht. Eine 50- bis 60prozentige Auslastung sei erforderlich. Die Privatbahn füllt eine Marktlücke und birgt viele Vorteile, wozu Bequemlichkeit und netter Service nicht von der Hand zu weisen sind. Man kann sich Kaffee, Getränke, Imbiss, Süßigkeiten und Zeitungen kaufen. 200 Gäste finden in dem Zug Platz. Gemütlich kann man die Beine ausstrecken und die Aussicht genießen. Die Fahrkarten werden im Zug verkauft, aber es bestehen auch Möglichkeiten, diese in Reisebüros zu erwerben. Reservierungen werden aber auch für einen Aufpreis von 2,50 Euro per Telefon-Hotline (01805) 10 16 16 vorgenommen. Und vielleicht noch ein interessanter Tip: Sechs- bis 26-Jährige erhalten grundsätzlich eine Ermäßigung von 30 Prozent. Hans Leister möchte auch gern Geschäftsreisende von der Auto- zur Zugfahrt überzeugen. Sie erhalten in einem eigenen Bereich gegen einen Aufschlag von zehn Euro ein Lunchpaket, das übrigens vom Dorint-Hotel Gera zusammengestellt wird, Zeitungen und Internetanschlussmöglichkeiten. Diese Businessklasse enthält sogar zwei Schreibtische und Notebooks. Eine Reise mit dem InterConnex macht also nicht nur Spaß, sondern ist durchaus empfehlenswert. Probieren Sie es einfach einmal aus! (WeitereInfos im Internet sind unter der folgenden Adresse zu finden: http://www.interconnex.info)

( Helga Schubert, 08.03.2002 )

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