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Indu-Sol stößt in eine Marktlücke

Gera hat einen weiteren Dienstleister für die Industrie. Im Gewerbegebiet Keplerstraße wurde soeben die Indu-Sol GmbH aus der Taufegehoben. Sie ist damit das 73. Unternehmen unter den Fittichen des Technologie- und Gründerzentrums (TGZ). Indu-Sol steht für Industrial Solutions (engl.: Industrielle Lösungen). Die Firma ist bundesweit eine der ersten, wenn nicht überhaupt die erste, die in eine bisher nichterschlossene Marktlücke stößt. Wie die beiden Geschäftsführer Karl-Heinz Richter und René Heidl, beide gestandene Diplom-Ingenieure für Elektrotechnik, gegenüber Neues Gera erläuterten, befasst sich das Unternehmen branchenübergreifend und herstellerneutral mit der Qualitätsbestimmung und -sicherung in industriellen Kommunikationsnetzen, also mit einer Art Qualitätsmanagement. Indu-Sol will seinem Charakter nach ein dem TÜV ähnliches Unternehmen zur Qualitätssicherung im Datenwesen werden. Das ist ein völlig neuer Dienstleistungsansatz. Die Chefs wählen gern den Vergleich mit dem EKG. Es "durchleuchtet" den Menschen und gibt Auskunft über seinen organischen Zustand. ähnlich dem EKG bietet Indu-Sol Diagnostiksysteme sowie Dienstleistungen an, die es ermöglichen, die Produktion zu "durchleuchten". Zielgruppe auf dem Markt sind Errichter und Betreiber von Automatisierungssystemen in industriellen Anlagen. Trotz der gegenwärtig lahmenden Konjunktur wird in diesem Bereich eine jährliche Steigerung von 15 Prozent erwartet. Indu-Sol hat bereits Kontakte zu rund 300 potentiell interessierten Firmen hergestellt, so zur Autoindustrie, darunter zu Volkswagen, Daimler-Chrysler, Audi, BMW u.a., aber auch zu solchen Konzernen wie Nestlé, Ferrero und weiteren. Einer der ersten Interessenten ist das Motorenwerk Chemnitz des VW-Konzerns. Dort soll prophylaktisch dafür gesorgt werden, dass in der Produktion eine sichere und stabile Datenkommunikation herrscht. Im April wird sich Indu-Sol auf der Hannover Messe präsentieren, der weltweit führenden Plattform für Hochtechnologien. Zunächst auf bundesdeutschem Territorium, sollen dann nach und nach Geschäftspartner im EU-Raum und sogar in übersee gewonnen werden. Indu-Sol will bei eher zurückhaltend angesetzter Wachstumsprognose im dritten Betriebsjahr rund 800.000 Euro Umsatz und einen Nettogewinn nach Steuern von 7,5 Prozent des Umsatzes erzielen. Das Unternehmen wurde voriges Jahr im Thüringer Business-Wettbewerb der Dienstleister mit einem dritten Platz geehrt. Die Gründung lief wie so oft nicht problemlos ab. Hilfreich griffen die Thüringer Existenz- und Gründerinitiative STIFT (Erfurt) und das Geraer TGZ unter die Arme, von der Kreditbeschaffung bis zu den Räumlichkeiten. Indu-Sol brauchte nur einen relativ geringen Kredit, musste aber feststellen, dass die Banken sich da zieren, wohingegen bei Kunden, die Millionenbeträge benötigen, erstaunlich großzügig verfahren wird.

( NG/hb, 08.03.2002 )

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