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Gründung einer Wasserwehr anvisiert

Abschließend lag die Beschlussvorlage „Gründung einer Wasserwehr für die Stadt Gera gemäß § 55 Thüringer Wassergesetz (ThürWG) - Der Stadtrat beschließt die Wasserwehrdienstsatzung für die Stadt Gera” dem gestrigen Stadtrat vor.

Laut Beschlussvorlage haben Gemeinden gemäß § 55 ThürWG einen Wasserwehrdienst einzurichten und erforderliche Hilfsmittel bereitzuhalten, wenn sie erfahrungsgemäß durch Hochwasser gefährdet sind. Spätestens nach den Ereignissen von 2013 ist klar, dass Gera zu jenen Kommunen gehört. „Mit dem Hochwasser 2013 wurde deutlich, dass es an Kräften für die Hochwasservorsorge und im Hochwasserfall für die Gefahrenabwehr mangelt. Von den Ortsteilen und den für Katastrophenschutz verantwortlichen Stellen kam der Hinweis auf die Notwendigkeit einer Wasserwehr. Für die Hochwasservorsorge und im Hochwasserfall reichen die derzeitigen Kapazitäten nicht aus. Im Katastrophenfall sind die Einsatzkräfte (Feuerwehr, THW usw.) meist gebunden. Tätigkeiten wie Sandsackverbau, Deichkontrolle, Meldeketten und Weiteres könnten dagegen durch eine Wasserwehr übernommen werden. Außerdem ließen sich Bürger und deren spezielle Ortskenntnisse strukturiert in Hochwasservorsorge und Hochwasserschutz einbinden”, steht es in der Beschlussvorlage geschrieben. Mit dieser hat die Stadt Gera das Ziel, eine Wasserwehr zu gründen und eine Anschubfinanzierung in Höhe von maximal 50.000 Euro aus der Förderrichtlinie Hochwasserschutz und Fließgewässerentwicklung zu generieren – natürlich mit einem Eigenanteil von 25 Prozent.

Der Gemeinde- und Städtebund Thüringen hat in einer Arbeitsgruppe eine Wasserwehrmustersatzung für Thüringen erarbeitet. Die Stadt Gera war mit jeweils einem Mitarbeiter des Brand- und Katastrophenschutzes und der Unteren Wasserbehörde in der AG stark engagiert. Aus der Mustersatzung wurde ein Satzungsentwurf für die Stadt Gera abgeleitet. Dieser wurde bereits in den betreffenden Ortsteilen mehrfach diskutiert und nach intensiven Abstimmungen bearbeitet. Mit der vorliegenden Satzung erhält die Stadt Gera den Rahmen zur Schaffung der erforderlichen personellen und sachlichen Voraussetzungen sowie der organisatorischen Vorkehrungen zur Abwehr von Wassergefahren im Allgemeinen (z. B. durch Überschwemmungen, Hochwasser, Eisgang oder anderen Ereignissen) im Stadtgebiet, soweit dies im öffentlichen Interesse geboten ist.

Federführend für dieses Projekt ist Umweltamtsleiter Konrad Nickschick verantwortlich. „Wir danken besonders den Ortsteilbürgermeistern derjenigen Ortsteile, welche es mit Ihren Bemühungen um die Fortentwickelung der Satzung und des Organisationsplanes möglich gemacht haben, gemeinsam mit dem Umweltamt nun ein beschlussreife Satzung vorlegen zu können.“

Während wir an dieser Stelle nun die pure Theorie einer solchen Wasserwehr dargestellt haben, folgt in der kommenden Ausgabe ein Interview mit Konrad Nickschick über die praktische Umsetzung einer solchen zusätzlichen Einsatzstruktur.

( zoelsmann, 25.09.2020 )

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