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Kleine Sensation in der Heimatforschung

Im Stadtmuseum ist gegenwärtig ein Bildband mit der ältestenStadtansicht Geras aus dem Jahr 1537 zu bewundern. Mit dieser bishervöllig unbekannten und erst vor zwei Jahren publik gemachten Abbildung hat es eine besondere Bewandtnis. Im Jahr 1536 unternahm Ottheinrich, der Pfalzgraf des bayrischen Fürstentums Pfalz-Neuburg, eine Reise in die polnische Residenzstadt Krakau, deren Rückweg ihn über Berlin, Leipzig und auch Gera führte. Für die Geraer Stadtgeschichte wäre diese Reise kaum von Interesse, wenn nicht ein unbekannter Künstler den Pfalzgrafen begleitet und von vielen der bereisten Ortschaften Federzeichnungen angefertigt hätte. So entstand ein Sammelband mit 70 Ortsansichten auf 50 Blättern, der sich bis 1803 im Kloster Ebrach befand und dann in die Universitätsbibilothek Würzburg gelangte. Erst in den letzten Jahren wurde die überregionale Bedeutung dieses Bandes erkannt. Der nun vorliegende Kommentarband und ein Faksimileband mit Nachdruckensämtlicher Stadtansichten machen diese erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Für Gera ist diese Entdeckung eine kleine Sensation, stammt das bisher älteste Bild der Stadt doch aus dem Jahre 1670. Die Ansicht von 1537 erlaubt nun einen Blick in eine nochmals 130 Jahre zurückführende Vergangenheit und stellt bei kritischer Betrachtung und genauer Auswertung sicher eine Bereicherung der Stadtgeschichte dar. Essen in der Straßenbahn? Aber nicht die Stulle von zu Hause, sondern frische Brötchen oder Brezeln. Das ist jetzt mit dem neuen Serviceangebot des Geraer Verkehrsbetriebes (GVB) möglich. Der Schienensnack ist eine Geburtstagsüberraschung für alle Fahrgäste zum 110jährigen Bestehen der Geraer Straßenbahn. Nach Halle fuhr ab 1892 die zweite elektrische Straßenbahn Deutschlands durch Gera. "Wir fühlen uns dieser Tradition verpflichtet und wollen uns den aktuellen Bedürfnissen anpassen", versicherte GVB-Geschäftsführer Dr. Norbert Vornehm zum Start des ersten Imbisszuges. Vorerst werden Bahn-Nuts und Powerballs, sprich Sesam-Nußbrötchen oder Salami-Kraftbällchen, überbackene Brotscheiben, dazu Dosen-Getränke und Zeitungen nur in einem Straßenbahnzug angeboten. Er startet montags bis freitags 7.02 Uhr in Lusan bzw. 7.42 Uhr in Bieblach-Ost und zwar im 90-Minuten-Takt. Die letzte Fahrt erfolgt 15.12Uhr ab Bieblach-Ost. "Wenn der Schienensnack gut ankommt und die Gästeregen Gebrauch machen, können wir das Angebot auch auf sonnabends ausweiten", glaubt Jens Hänisch. Er ist mit seiner Firma Gastroservice der Vertragspartner des GVB. Gemeinsam mit den Bäckereien Laudenbach und Sipeer wurden die speziellen schienenfahrtfreundlichen Snacks entwickelt. Sie dürfen nicht kleckern und müssen bequem zu verspeisensein. Eine zusätzliche Reinigungbrigade wolle man nicht einsetzen, sorgte sich Dr. Vornehm um die Sauberkeit der Straßenbahn.Der Betreiber will trotzdem für Abwechslung sorgen. Er denke anmonatliche Aktionsprogramme, sagte Jens Hänisch. Zum Beispiel könne er sich Pflaumen- oder anderen Kuchen vorstellen. Bis Ende des Jahressollen 20 Straßenbahnen mit dem Schienensnack ausgestattet sein. Der Gastrobetreiber ist optimistisch, dass dadurch 20 bis 30 Arbeitsplätzeentstehen könnten.

( NG/hs, 01.03.2002 )

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