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Geldgeschäfte im künstlerischen Ambiente

Ein alter tonnenschwerer Tresor aus einer Geraer Fabrikantenvilla, bestückt mit Bankutensilien vergangener Zeit, ist das einzige Nostalgische in dem neuen Gebäude der Landeszentralbank, die in dieser Woche offiziell eingeweiht wurde. Seit Herbst des vergangenen Jahreswird in der Hauptstelle der Deutschen Bundesbank bereits gearbeitet. Ihre Bewährungsprobe bestanden das 60-köpfige Team und das Bankgebäudebei der Währungsumstellung und Einführung des Euro. Zu den Aufgaben der Mitarbeiter gehören die Bargeldversorgung der Region, die Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, das Kreditgeschäft mit Banken und die Mitwirkung im Bereich der Bankenaufsicht. Das Hauptgebäude mit den Arbeitsräumen umfasst eine Nutzfläche von rund 2800 Quadratmeter. Im Entstehen ist noch ein separates Wohnhaus für Mitarbeiter der Bank. Die Baukosten für das Projekt betrugen 25 Millionen Euro. Dr. Christian Milow, Präsident der Landeszentralbank Sachsen-Thüringen, freute sich in seiner Ansprache, dass das Grundstügückder ehemaligen Kolbenringfabrik 1993 von der Bank erworben worden war. Er erinnerte daran, dass bereits im 19. Jahrhundert der Sitz der Reichsbank im Gebäude in der Clara-Zetkin-Straße war. 1990 habe die Bundesbank das Dienstgebäude von der Staatsbank der DDR übernommen. Aber es habe auf Dauer nicht die Anforderungen, die Technik und Organisationan den Dienstbetrieb stellen, erfüllt. So war die Errichtung eines Neubaus, für den 1999 der Grundstein gelegt wurde, unausweichlich. Das neue Gebäude wurde von dem Londoner Architekten David Chipperfieldentworfen. Er hat sich an der benachbarten Wohnbebauung und der Umgebung orientiert und der Fassade großformatige Kunststeinplatten gegeben. Für Dr. Milow strahlen sie Solidität aus. Er verwies auf die künstlerische Ausgestaltung in den öffentlich zugänglichen Räumen. Eingangshalle und Giroraum wurden von dem britischen Künstler Michael Craig-Martin gestaltet. Für die Wände das Foyers wählte er Musikinstrumente inverschiedenen Größen, und die Wände der Girohalle schmücken Stühle der unterschiedlichsten Art, alles in klaren und kräftigen Farben. Wolfgang Reichert, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gera-Greiz, erkannte darin einen ganz anderen Sinn. Wenn man die Stühle aneinanderreihe, entstehe eine Bank, und die Musikinstrumente könnte man mit Noten interpretieren, meinte er schmunzelnd, da käme man doch sofort auf Notenbank und Banknoten. Oberbürgermeister Ralf Rauch beglückwünschte die Landeszentralbank zu ihrem neuen Gebäude und dankte für die Investition. Die Dienststelle befinde sich in guter Nachbarschaft zum künftigen Hofwiesenpark, der bis zur Bundesgartenschau entstehen soll.

( NG/hs, 01.03.2002 )

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