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Gersch‘ Hell trifft Gersch‘ Dunkel

Was dem einen sein verdienter Feierabendtrunk ist, soll dem anderen täglich Brot werden.

Mit einer Gastwirtschaft mit eigener Bierherstellung will sich Kevin Pagenkopf selbstständig machen. Die passende Lokation hat er bereits gefunden, Kessel, Pumpe und Zapfhahn stehen ebenfalls schon parat. Anfang 2020 soll es losgehen, mit der eigenen Produktion des Gersch‘en Gerstensaftes. Die Idee sich als Brauer und Mälzer selbstständig zu machen, kommt bei Kevin Pagenkopf nicht von ungefähr. Sein Handwerkszeug erlernte der heute 32-Jährige bei der Köstritzer Schwarzbierbrauerei. Eine Anstellung als Brauer und Mälzer über die Ausbildung hinaus, war nur von kurzer Dauer. „Nach dieser Zeit bekam ich die Chance als Beleuchter beim Film zu arbeiten. Sechs Jahre später absolvierte ich eine weitere Ausbildung zum Industriemechatroniker und war dann drei Jahre bei Elektronicon angestellt. Letztes Jahr keimte der Wunsch der Selbstständigkeit als Bierbrauer auf, final entschloss ich mich dann Anfang dieses Jahres Nägel mit Köpfen zu machen”, erklärt der Jungunternehmer seine Intention. Unterstützt wurde er in seiner Entscheidung von Günther Stemmler, den er seit vielen Jahren kennt und der im Sächsischen Bahnhof vor ein paar Jahren eine kleine Biermanufaktur eröffnete. „Von ihm habe ich die Brauanlage abgekauft, er hat sich nun endgültig zur Ruhe gesetzt“, erklärt Kevin Pagenkopf.

Neben dem nötigen Fachwissen, dem Netzwerk und jeder Menge Mut, braucht es auch das nötige Kleingeld für den Sprung in die Selbstständigkeit. Gemeinsam mit der ThEx Enterprise habe ich den notwendigen Businessplan samt Finanzplan erstellt. Bis ein Jahr nach Gründung kann Kevin Pagenkopf auf die Unterstützung von ThEx Enterprise zurückgreifen. „Danach greifen andere Fördermöglichkeiten des Landes Thüringen, wie z.B. Ellipsis. Dabei handelt es sich um geförderte Unternehmensberatung, die ebenfalls im ThEx verortet ist”, erklärt Christopher Michaelis von ThEx.

Es ist nicht der einzige Fördertopf aus dem Kevin Pagenkopf schöpfen kann. „Ich erhalte zudem Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds ESF über die GFAW (Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbh), eine Marketingförderung über das RKW Kompetenzzentrum und eine Investitionsförderung Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)”, klärt der Durchstarter auf.

Durchgestartet hat er bereits zum Höhlerfest diesen Jahres, als er sein erstes Bier als Kostproben ausschenkte. „Künftig wird es zwei Hauptsorten geben, das Gersch‘ Hell und das Gersch‘ Dunkel, dazu gesellen sich saisonale Sorten”, weckt er die Vorfreude. Zufinden sein wird Kevin Pagenkopf mit seinem Gersch‘, dem „Bier von Hier”, im Steinweg Nummer 7. „Es war mein Ansinnen, mich im Zentrum zu etablieren, dort wo die Höhler einst ihre Funktion als Bierlagerstätte erfüllten. Der Steinweg ist perfekt”, freut sich der enthusiastische Existenzgründer, dass es bald losgehen wird.

Rund 40 Gäste wird er gleichzeitig bedienen können. Ein paar deftige Snacks zum Bier anbieten und wenn gewünscht auch den einen oder anderen Workshop in Sachen Bierbrauen anbieten. Natürlich wird es das Gersch‘ auch zum Mitnehmen geben und wer auf seine persönliche Gaumenfreude nicht verzichten kann, dem sei gesagt, dass Kevin Pagenkopf auch das eine oder andere alkohlische und nichtalkohlische Getränk anbieten wird. „Geplant ist auch, dass andere Kneipen und Restaurants mein Bier anbieten werden”, verrät er, dass aktuell Gespräche laufen. Die Biertrinker und jene, die das Gersch‘ probieren wollen, dürfen also schon jetzt gespannt sein, auf den Hopfen und die Gerste, die sich im Steinweg paaren werden.

( Fanny Zölsmann, 11.12.2019 )

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