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Computer an Ostthüringer Schulen auf dem Vormarsch

An Ostthüringens Schulen sind Computer auf dem Vormarsch. Vor allem durch die Initiative BIT 21, der hiesigen Version der bundesweiten Aktion, konnte die Ausstattung der Schulen mit PC seit dem Startschusss im April 2000 erheblich verbessert werden. Dafür hat die Ostthüringer Wirtschaft insgesamt rund 920.000 Euro (etwa 1,8 Millionen Mark) locker gemacht. Mit diesen Ergebnissen konnte sich Thüringens Kultusminister Dr.Michael Krapp bei einem Besuch in der Geraer Industrie- und Handelskammer (IHK) vertraut machen. Der Minister, der von Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Strelow begrüßt wurde, war schon mehrfach Gast in der Kammer. Er dankte der IHK und ihrem Präsidenten Prof. Dr. h. c. Lothar Späth, die die Bundesinitiative mit ihrer Aktion "Schulen ans Netz" unterstützten, erweiterten und finanziell förderten. Wie sich herausstellte, hat die Ostthüringer Kammer damit in Thüringen eine Vorreiterolle übernommen, da sich die beiden anderen Thüringer Kammern offensichtlich noch vornehm zurückhalten. Dem Minister wurde eine interessante Studie vorgestellt. Darin wird gründlich untersucht, wie die gespendete Computertechnik an den Schulen genutzt wird. Das Material enthält wertvolle thüringenweit nutzbare Hinweise für die Arbeit des Kultusministeriums. Die Studie wurde angeregt und maßgeblich begleitet vom IHK-Vizepräsidenten Dr. Franz von Falkenhausen. Die Analyse basiert auf einer Umfrage, die die Kammer gemeinsam mit dem ORBIT e.V. durchführte. Befragt wurden 15 Ostthüringer Gymnasien. Ihre technische Basis ist insgesamt schon recht modern (Beispiel: PC-Kabinette), aber es gibt weiteren Investbedarf, besonders bei Hard- und Software. Wichtig wäre Zugang zum Internet in jedem Klassenzimmer. Nur 4,5 Prozent der Schüler geben an, dass sie ins Netz gehen können. Wie das Material deutlich macht, schwankt die Auslastung der PC zwischen zehn bis 70 Stunden in der Woche. Dreiviertel der Schüler wünschen sich einen häufigeren Einsatz im Unterricht. 83 Prozent der Schüler können die Computertechnik zugleich außerhalb der Schulzeiten nutzen, wobei die Hälfte der Jugendlichen dieses Angebot auch tatsächlich wahrnimmt. Ein Problem tut sich bei den Lehrern auf. Obwohl bereits über 50 Prozent der Lehrer an IT-Fortbildung teilnehmen, reicht insgesamt das Bewußtsein zur Computernutzung beim Lehrkörper noch nicht aus. Das widerspiegelt sich u. a. in der wenig ausgeprägten Recherche im Netz. Minister Krapp würdigte das hervorhebenswerte Engagement der Kammer. Er verwies dabei auf das noch ungelöste Problem der Wartung und Pflege der PC-Technik. Zuständig seien die Schulträger. Deshalb werde jetzt für die Thüringer Schulen vom Ministerium ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Krapp bestärkte die Geraer Kammer darin, langfristige Partnerschaftenzwischen Schulen und Sponsoren anzustreben.

( NG/hb, 22.02.2002 )

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