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Alte und neue Attraktion auf Kornmarkt

Er sprudelt wieder, der Färberbrunnen auf dem Kornmarkt. Am 30. September wurde er offiziell durch den 1. Vorsitzenden des Buga-Fördervereins, Tobias Friedrich, stellvertretend für die Bürger der Stadt, an Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb übergeben. Seit 2009 floss hier kein Wasser mehr über die Bronzefigur, die einen Färber mit einem großen Tuch bei der Arbeit zeigt. Als besondere Attraktion zum 20. Jubiläum der Arbeiterfestspiele der DDR im Jahre 1984 in Gera, wurde der Brunnen eingeweiht. Der Künstler Volker Beier hatte diese Figur geschaffen. Sie hat eine Höhe von 140 Zentimeter und steht auf einem Sockel von 85 Zentimetern. Dank Säuberung und Aufbereitung durch die Firma Klaus Nowak aus Bieblach erstrahlt der bronzene Färber jetzt wieder im einstigen Glanz. Zum bleibenden Schutz wurde die Plastik mit einer Lasur überzogen und der Sockel aus rostfreiem Edelstahl gefertigt.

Tobias Friedrich zeigte sich bei der Übergabe dankbar für das große Engagement und die Zusammenarbeit zwischen dem Fachdienst Stadtgrün der Stadt Gera, den Handwerkern und dem Buga-Förderverein. Neben der Firma Nowak sind das der Steinmetz Rainer Plath und die Firma Pumpenwolf Ostthüringen. Ein ganz besonderer Dank ging an das Vereinsmitglied Hans Steiniger. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung bei der Baubetreuung, hatte ihn der Buga-Förderverein in seinem Ruhestand mit der Leitung des Vorhabens beauftragt.

In einer Bauzeit von Mitte Juli bis Ende September konnten grundlegende Sanierungsarbeiten am Brunnen durchgeführt werden. Stahlbeton von 40 Zentimeter Durchmesser musste durchbrochen werden, um an die maroden Rohrleitungen zu gelangen. Nichts, rein gar nichts war davon noch gebrauchfertig. Die Brunnenstube wurde komplett mit neuer Technik ausgerüstet. Am 4. September erfolgte eine Dichteprüfung des Sandsteinbeckens, nachdem es grundlegend gereinigt wurde. Dazu wurden 4,5 Kubikmeter Wasser eingelassen. Nach zehn Jahren Trockenheit dringt an einigen wenigen Stellen Wasser durch den Sandstein. Experten hoffen, dass diese lecken Stellen durch die Struktur des Sandsteins im Laufe der Zeit selbst verschwinden.

Insgesamt 20.000 Euro hat der Buga-Förderverein in die Sanierung des Färberbrunnens investiert. Die geplante Summe wurde damit um 5.000 Euro überschritten. Lottomittel, Spenden und Gelder des Vereins sind in die Realisierung geflossen.

Oberbürgermeister Julian Vonarb sprach dem Verein seinen Dank aus. „Ein Buga-Förderverein, der 12 Jahre nach der Bundesgartenschau immer noch aktiv ist und sich aktiv um die Geschicke und das Bild der Stadt kümmert, ist schon etwas Besonderes“, betonte der OB. Dabei seien es nicht nur die großen Projekte, sondern die Arbeit des Buga-Fördervereins sei überall in der Stadt durch viele kleine Aktivitäten sichtbar. Ganz selbstverständlich reiht sich damit der Kornmarkt in die Projektreihe „Platz machen“ ein. Nach dem Zschochernplatz und dem Platz der Demokratie hat der Verein diesen Platz „in der guten Stube Geras“ in den Fokus gerückt. Julian Vonarb freue sich, dass hier kurz-, mittel- und langfristig etwas passiere. Die Stadt sei an der Seite des Buga-Fördervereins und wolle sich aktiv an der Umgestaltung des Kornmarktes beteiligen, so der Oberbürgermeister. Als ersten Schritt in Richtung eines ruhenden Verkehrs werde in Kürze ein größeres Schild die Fußgängerzone Kornmarkt kennzeichnen. Allein Anlieferungen seien hier noch erlaubt. Dem Thema „Parken auf dem Kornmarkt“ wolle sich der Oberbürgermeister ebenfalls annehmen. Tobias Friedrich ergänzte, dass die beiden Abfallcontainer in der Florian-Geyer-Straße von der Geraer Wohnungsbaugesellschaft mbH Elstertal gekündigt seien und bis Ende des Jahres verschwinden werden. Ab sofort wird der Färberbrunnen, dank einer Zeitschaltuhr, täglich von 9 bis 20 Uhr sprudeln. Eins ist bereits heute klar: Mit dieser neuen Attraktion für Touristen und Einheimische, gehört der Kornmarkt zum Herz und zur Zierde der Stadt.

( Wolfgang Hesse, 09.10.2019 )

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