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22 Personen eingestellt – 120 sollen es werden

Es war der 17. Juni als die Bauerfeind AG in ihrer neuen Niederlassung in Gera die Produktion aufnahm. Seitdem sind 107 Tage vergangen. Bisher konnten 22 neue Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera gefunden werden. Es ist das Ziel der Bauerfeind AG bis 2020/2021 die Mitarbeiterzahl um 100 zu erweitern. „Neben unserem Ziel vernünftige und qualitativ hochwertige Produkte zu fertigen, brauchen wir auch gutes Personal. Wenn wir uns dieser Herausforderung stellen können, geeignete Mitarbeiter zu finden, die zum einen Lust an diesem Beruf haben und zum anderen das Können mitbringen, dann haben wir unser Ziel hier vor Ort erreicht und werden bleiben”, schaut Andreas Lauth, Vorstand Technik Bauerfeind AG zuversichtlich in die Zukunft. Aktuell läuft der Mietvertrag der Räumlichkeiten für die Niederlassung in der Keplerstraße 33/35 auf knapp drei Jahre. „Wir gehen vorsichtig und mit Bedacht”, betont Lauth. Denn auch wenn das Unternehmen wächst, steht und fällt selbiges mit dem Kapital „Mensch“. 

Anvisiert ist, die Geraer Niederlassung als vollwertigen Fertigungsstandort auszubauen. „Die bisher 22 eingestellten Fachkräfte und Quereinsteiger werden das Herzstück bilden, denn sie sind es, die von Anfang an die Abläufe und Maschinen kennen werden. Sie werden künftige Mitarbeiter an die Hand nehmen können”, freut sich Andreas Lauth auf eine wachsende Belegschaft. Neben sieben Näherinnen zeichnen 15 Personen für Montage und textiles Schweißen verantwortlich. 

Bauerfeind stellt medizinische Hilfsmittel in den Produktgruppen Bandagen, Orthesen, Einlagen und Kompressionsstrümpfe her. Darüber hinaus entwickelt Bauerfeind 3D-Technologie zur Vermessung von Körperpartien: Unter der Dachmarke Bodytronic bietet Bauerfeind eine Reihe von Messsystemen an, die Köpermaße exakt und schnell ermitteln, Belastungssituationen grafisch darstellen und die Messergebnisse dokumentieren. 

In Gera werden seit Mitte Juni Orthesen für den Ellenbogen und Bandagen für das Sprunggelenk produziert. „Zwei Bereiche werden derzeit hier gefertigt. Zum einen Bandagen, bei denen es auf sauberes Nähen ankommt und zum anderen Orthesen, die sorgfältig verschweißt werden müssen. Es sind keine leichten Aufgaben, denn wichtig ist, dass die Produkte dem Kunden helfen, passen und dabei weder zwicken noch zwacken”, erklärt Andreas Lauth. 

Bis spätestens Anfang 2020 kommt die Produktion von drei weiteren Orthesen für Rücken und Hand hinzu. Die Fertigung findet derzeit auf einer Fläche von 700 Quadratmetern statt. Geplant ist die Erweiterung auf 4.000 Quadratmeter. 

Ein Glückfall für die Stadt Gera, dass sich die Bauerfeind AG für selbige entschieden hat. „Im Januar fand das erste Gespräch mit der Wirtschaftsförderung statt. Wir haben schnell gehandelt, denn jede mögliche Ansiedlung ist wichtig für uns. Dass es sich dann noch um ein Unternehmen mit exzellentem Ruf und einen vertrauensvollen Arbeitgeber handelt, ist pures Gold für unsere Stadt”, freut sich Oberbürgermeister Julian Vonarb über die erfolgreiche Niederlassung. 

Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit will die Bauerfeind AG nun tatkräftig das Personal an beiden Stationen aufstocken. 


Steckbrief 

Station Nähen: verantwortlich für die Näh-Arbeitsgänge einer Sprunggelenkbandage: Oberkante nähen, Längsnaht schließen, Nahtenden verriegeln. Voraussetzungen: Textile Vorbildung, z.B. abgeschlossene Ausbildung als Schneider, Bekleidungsfacharbeiter, Textil- und Modenäher.

Station Schweißen und Montage: Textilien und Kunststoffe in die Maschine einlegen und entnehmen, Qualität kontrollieren, außerdem verantwortlich für die Montage. Voraussetzungen: Fingerfertigkeit, Motivation und Qualitätsbewusstein, Anlerntätigkeiten, auch für Quereinsteiger.


Ab August 2020 will das Unternehmen am Standort Gera auch ausbilden.

( Fanny Zölsmann, 02.10.2019 )

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