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Schlagzeilen der Woche

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Große Parade mit Straßenfest, Konzerten und After Show Party

Über 600 Teilnehmer waren dabei, als Gera im vergangenen Jahr einen ersten Chistopher Street Day feierte. Angezogen wurden die Besucher aber nicht nur vom Umzug und den Konzerten, denn auch die zahlreichen Aktionen in der Woche vor dem CSD erfreuten sich an vielen Besuchern. „Wir waren von der Resonanz begeistert. Es hat uns gefreut, dass nicht nur Menschen aus der Umgebung angereist sind, sondern auch die Geraer dem Event offen gegenüberstanden und somit dazu beigetragen haben, dass der erste CSD bunt, laut und schrill wurde“, so Charline Köhler, eine der Organisatoren. Schon damals stand fest, dass der CSD auch 2019 wieder Station in Gera machen soll. Die Aktivitäten um das Straßenfest, welches seinen Höhepunkt am Sonnabend, 14. September, in Geras Neuer Mitte haben wird, wurde auf zwei Wochen ausgedehnt. „Es gab viele Anfragen und die Menschen haben uns Ideen mit auf den Weg gegeben, die wir in diesem Jahr umsetzen. Dazu musste der Spielraum erweitert werden, was wir mit der Ausdehnung der Aktionen auf zwei Wochen getan haben“, so Köhler weiter.
Eröffnet werden die Aktionswochen am 2. September auf dem Markt mit einem anschließenden Sektempfang in der Häselburg. Am Folgetag bietet die Landeskoordinierungsstelle für Vielfalt und Akzeptanz in den Räumen des Stadtjugendrings verschiedene Beratungsmöglichkeiten an, bei denen auch die Paar- und Beziehungsberaterin Dorothea Kramß vor Ort ist. Am Mittwoch, 4. September, findet in der Lusaner Kontaktstelle Staßensozialarbeit, ein öffentliches Konzert statt. Am Donnerstag wird es in der Zeit zwischen 17 und 19 Uhr einen Workshop zum Thema „Queer Einstieg für Queer Einsteiger in Gera“ geben. Unter anderem wird über den möglichen Aufbau eines „Queer“-Zentrums in Gera gesprochen. Am Freitag, 6. September, beginnt 20 Uhr der Kurzfilmabend „Queer Shorts“ im Hinterhof der Tonhalle. Gezeigt werden hier, mit Unterstützung der Filmproduktion Cellul´Art, queere Kurzfilme unter‘m Sternenhimmel. Am ersten Sonnabend der Aktionswochen findet im Jugendhaus Shalom ab 19 Uhr ein Poetry Slam statt. Für diesen werden noch Slammer gesucht, die zum queeren Thema etwas vortragen oder darstellen wollen. Am Sonntag ist Picknick-Zeit und so findet an diesem Tag im Hofwiesenpark ein Picknick unter dem Motto „Das Miteinander ist nicht rosarot“ statt. Hier kann man bei selbst mitgebrachten Köstlichkeiten zu jedem Thema miteinander ins Gespräch kommen. 
Nach dem Picknick gibt es eine zweitägige Pause bevor sich am Mittwoch den 11. September alles um das Thema „Europatag 50 Jahre Pride“ dreht. 2019 jähren sich die Stonewall Proteste, bei denen sich Schwule, Lesben und Transsexuelle gegen die Polizeischikanen in der Christopher Street wehrten, bereits zum 50. Mal. Deshalb wird es an diesem Tag einige Aktionen geben, über welche die Veranstalter vorab auf ihrer Facebook Seite informieren werden. Am Donnerstag stehen dann gleich zwei Veranstaltungen auf dem Programm. Um 16 Uhr gibt es im Comma das Erzählcafé zum Thema „30 Jahre Mauerfall“, mit Gesprächsrunde und Zeitzeugen, die mehr zur Situation des queeren Lebens in der DDR erzählen können. Um 17 Uhr startet zudem der Film „Coming Out“. 
Am Freitag beginnt um 10 Uhr ein Workshop mit Marcus Urban vom Vielfalt in Sport und Verein e.V., welcher in den Räumen des Stadtjugendrings stattfinden wird. Thema des Workshops ist dabei die Diskriminierung in Vereinen und wie man diesen vorbeugen kann ohne sich selbst zu verbiegen. 
Das Straßenfest wird die Aktionswochen krönen. Los geht es am Sonnabend, 14. September, 14 Uhr ,in Geras Neuer Mitte, bevor um 15 Uhr die bunte, schrille und laute Parade durch die Innenstadt zieht. Zurück am Platz kann man sich an über 20 Informationsständen von Vereinen und Verbänden informieren und beraten lassen, oder bei den bevorstehenden Konzerten bis in die Abendstunden mitfeiern. Um 22 Uhr startet die Aftershow Party anlässlich des zweiten Christopher Street Day im Seven Club. Unterstützt wird dies von AT Events, welche bereits beim ersten CSD dabei waren und erst vor kurzem die Einnahmen aus dem vergangenen Jahr in Höhe von 1.000 Euro als Spende an die Organisatoren übergeben konnten. Abschluss der CSD Aktionswochen bildet wie schon im vergangenen Jahr der Gottesdienst am Sonntag, 17 Uhr, in der Trinitatiskirche. Pfarrer Michael Kleim will an diesem Tag „50 Jahre Pride“ thematisieren und den Opfern von Gewalt aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität gedenken.

( Lars Werner, 28.08.2019 )

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