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Jugend und Dorf seit Jahrzehnten Hand in Hand

Gerade einmal 400 Einwohner hat der Ortsteil Trebnitz, aber egal ob Jung oder Alt, die meisten im Ort setzen auf ein Miteinander und so ist es nicht verwunderlich, dass der
Dorfklub in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert und der Jugendklub sein 30jähriges Bestehen bereits gefeiert hat. Die jeweilige Gründung unterscheidet sich dabei nur in Details. So kamen im Falle des Dorfklubs ein paar Anwohner an der heute noch bestehenden Bierbude zusammen und sprachen über das bis dahin nicht vorhandene kulturelle Leben im Ort. Dies wollte man ändern und gründete den Verein. In den folgenden Jahren baute man das Klubhaus immer weiter aus, wodurch man heute eine Mehrzweckhalle hat, welche auch vermietet wird. Genutzt wird diese aber meist für eigene Veranstaltungen, denn mit den Faschingspartys, zu welchen der Saal aus allen Nähten platzt, organisiert man in jedem Jahr das Maibaumsetzen, das Brunnenfest und das Sommerfest. „Unser Angebot wird sehr gut genutzt und das nicht nur von den Trebnitzer Einwohnern. Wir hatten zum Sommerfest auch schon 3.000 Gäste. Jetzt hat sich das Ganze bei ungefähr 500 Personen eingepegelt und das ist auch in Ordnung”, erzählt Andreas Roßner, der Vorsitzende des Klubs. Er und die insgesamt 27 Mitlieder sind seit Jahrzehnten dabei und sorgen mit den Veranstaltungen nicht nur für kulturelles Leben in Trebnitz, sondern kümmern sich auch um öffentliche Orte im Dorf. So hat man neben dem Vereinshaus auch die im Ort genannte „Tanzdiele“ mit kleiner Bühne gebaut und im letzten Jahr einen großen Spielplatz angelegt.
Seit 30 Jahren hat der Dorfklub bei seinen Aktivitäten tatkräftige Unterstützung durch den Jugendklub, der sich am Ortseingang in Richtung Bieblach befindet. „Aus den Erzählungen weiß ich, dass die damaligen Jugendlichen keinen Ort zum Treff hatten und das Angebot bekamen, den alten Hühnerstall zu nutzen“, erklärt der 29jährige Achim Prager, als Vorsitzender des Jugendklubs. Also baute man den Stall um, wodurch sich auch die Hühner im Logo erklären. Auch hier steckte der heute 35 Personen starke Klub immer wieder Zeit und Geld in das Gelände und so gibt neben dem eigentlichen Aufenthaltsraum auch eine Bar, einen Dart- und Spielbereich, Küche sowie Tanz- und Sporträume.
Auf dem Außengelände entstand neben Parkmöglichkeiten zudem ein Volleyballplatz. Mitglied sind hier eigentlich fast alle Jugendlichen des Ortes, aber auch Personen aus Nachbarorten haben sich angeschlossen. „Wie überall haben auch wir mit Nachwuchs zu kämpfen. Deshalb sind wir auch nach außen offen und freuen uns, wenn jemand bei uns mitwirken möchte“, so Prager weiter, der im kommenden Jahr sein Amt als Vorsitzender abgeben wird. „Ich habe bereits eigene Kinder und es wird Zeit, dass jüngere Mitglieder im Klub das Zepter übernehmen“, erklärt er mit einem lachenden und einem weinenden Auge weiter. Doch bis dahin gibt es noch einiges zu tun, denn der Klub veranstaltet im Ort das Spielplatzfest, den Weihnachtsmarkt, das Oktoberfest und organisiert wie zum 30. Geburtstag auch noch die eine oder andere Party. Wie auch der Dorfklub engagiert sich die Jugend aber nicht nur im eigenen Vereinshaus, sondern ist auch außerhalb der eigenen vier Wände tätig. So ist der Bau des neuen Spielplatzes durch die Initiative des Nachwuchses entstanden. „Insgesamt wurden 30.000 Euro investiert und durch Sponsoren finanziert. Damit wurden aber nur das benötigte Material und die Spielgeräte beschafft. Von den hunderten Einsatzstunden durch die Mitglieder beider Klubs wollen wir mal lieber nicht reden. Dies passierte alles in der Freizeit und in ehrenamtlicher Tätigkeit“, erzählen die beiden Vorsitzenden Roßner und Prager. Für die Mitstreiter ist der gemeinsame Einsatz aber keineswegs ein Zwang, denn für alle sind die Treffen, welche zwar oft im Arbeitseinsatz enden, eine willkommene Abwechslung die den Zusammenhalt im Ort stärkt. So wurde auch die Geburtstagsfeier des Jugendklubs als Treffen aller ehemaligen genutzt. 
Auch das jährliche Sommerfest dient dazu, dass hier alle, die im Ort aufgewachsen sind und Mitglied in einem der Klubs sind oder waren an diesen Tagen wieder zusammenkommen und miteinander feiern. Dies nutzen auch viele ehemalige Trebnitzer, die den Ort aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen haben. Zu den Festen ist meist jeder vor Ort und packt mit an. Die beiden Klubs hoffen, dass sie mit ihren Aktivitäten den Gemeinschaftssinn im Ort auch weiterhin fördern können, um den  dörflichen Charme und Charakter zu erhalten.


( Lars Werner, 31.07.2019 )

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