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Stadt will Händler besser einbeziehen

„Ich will keinen Verein gründen, sondern mit denen, die hier 365 Tage im Jahr vor Ort tätig sind ins Gespräch kommen und die Zusammenarbeit wiederbeleben. Die Stadt hat viel Potenzial, aber wenn wir Feste, Märkte und weitere Aktivitäten in der Stadt planen und auf den Weg bringen, dann gemeinsam mit den Gewerbetreibenden, denn wir wollen nicht an den Händlern vorbei organisieren“, erklärt Ines Wartenberg, Fachgebietsleitung für den Bereich Veranstaltungen und Märkt, ihr Anliegen zum ersten Händlerstammtisch.

Wichtig ist ihr dabei, dass man sich bei den Treffen, welche nun wieder regelmäßig stattfinden sollen, sagt, was bisher nicht gut lief, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Zudem will man mit den geplanten Veranstaltungen einen Rahmen vorgeben, aber ansonsten Tipps und Ideen der Händler aufnehmen, um diese letztendlich auch umzusetzen. Dazu gehört für Ines Wartenberg auch ein gemeinsames Auftreten bei der Bewerbung verschiedener Events in der Stadt. Hier ist sie der Meinung, dass man hierfür die Schaufenster, welche von den Inhabern immer wieder neu gestaltet werden, als gemeinsame Plattform nutzen sollte, um Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken.

Allein wollte Ines Wartenberg das Treffen aber nicht bestreiten und so bat sie die Anwesenden auch gleich ihre Meinungen zu äußern. Erster Diskussionspunkt war das Höhlerfest und dessen Vorverlegung ab dem kommenden Jahr. „Überlegungen dazu gab es schon lange, denn es war der Wunsch vieler, das Fest nach vorn zu verlegen, so dass dieses im Spätsommer stattfindet. Nach zahlreichen Gesprächen und Absprachen einigte man sich auf Anfang September“, erklärt Wartenburg dazu. So findet das Fest 2020 nun erstmals vom 4. bis 6. September statt und soll nicht mehr den Saisonabschluss bilden. Dies wird ab kommenden Jahr das Herbstvolksfest, welches am 17. Oktober 2020 startet, übernehmen. Hinzu kommt, dass es hier mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch ein Fest im Hofwiesenpark geben wird. Somit soll die Saison zukünftig mit dem Frühlingsvolksfest (25. April bis 10. Mai 2020) und dem Hofwiesenparkfest (1. bis 3. Mai 2020) beginnen und hier auch enden – Einigkeit unter den Anwesenden, die sich künftig auch eine bessere Zusammenarbeit mit der Stadt wünschen. In den letzten Jahren gab es diese nicht und alles wurde über die Köpfe der Gewerbetreibenden hinweg entschieden. Angeregt wird hier, dass die großflächige Standvergabe bei den Festen in der Stadt so nicht weiter funktioniert. Geras Händler bleiben oftmals außen vor, denn meist sind große Summen für komplette Straßenzüge zu zahlen, die das Budget der kleineren Händler sprengen. Oftmals werden die Aufträge fremd vergeben und viele Ortsansässige müssen sich mit dem „Rest“ zufrieden geben. Hier wünscht man sich, dass Ines Wartenberg dies bei den Entscheidern anspricht, um schlussendlich gemeinsam neue Wege zu finden. Ines Wartenberg weiß, dass den Händlern mehr Spielraum und Luft zum Atmen gegeben werden muss und will sich dafür einsetzen diesen Punkt neu zu überdenken. Jedoch weist sie auch darauf hin, dass es ohne Händler von außen nicht geht und gehen wird. „Wir brauchen eine gesunde Mischung, fremde Händler sind wichtig, da auch diese das Fest nach außen tragen und Einnahmen generieren. Wir werden sicherlich nicht alle Wünsche erfüllen können, aber ich nehme das Anliegen mit, denn letztendlich müssen alle Seiten zufrieden sein.”

Angesprochen wurde auch der Weihnachtsmarkt und die Information, dass Familie Schneider, die Betreiber des Winterdorfes samt Eisbahn, die Entscheidung getroffen haben, die Veranstaltungen in Gera nicht mehr durchzuführen. Gastronomen und Händler sind zudem der Meinung, dass der Weihnachtsmarkt nicht nur auf dem Markt stattfinden sollte, sondern sich vom Markt über die Kirchstraße und den Steinweg bis hin zum Zschochernplatz verteilen müsse. Somit haben die ansässigen Händler am Markt mehr Platz und ein Großteil der Innenstadt wird belebt, was zum Beispiel beim Höhlerfest gut funktioniert. Auch diesen Vorschlag nimmt die Fachdienstleiterin mit, macht aber klar, dass man bei den Veränderungen ab 2020 spreche, da die Planungen für 2019 bereits abgeschlossen sind.

( Lars Werner, 24.07.2019 )

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