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Innovationen aus Ostdeutschland

Knapper werdende Ressourcen verlangen nach Produkten und Verfahren, die sich durch Energie- und Materialeffizienz sowie dem Schutz der Umwelt auszeichnen. In den neuen Bundesländern gibt es große Kompetenzen auf diesem Feld. Die Cleantech Initiative Ostdeutschland, kurz CIO, bündelt dieses Know-how in einem sich gegenseitig unterstützenden Netzwerk. Die CIO vernetzt dabei Wirtschaft und Wissenschaft, um Ostdeutschland als bedeutenden Standort zu profilieren und den hier ansässigen innovativen Mittelstand zu stärken. Dabei stellt man hilfreiche Informationen bereit und fördert die Kommunikation, den Austausch und die Geschäftsanbahnung zwischen den Netzwerkmitgliedern und Partnern. Damit soll das Blickfeld der Unternehmen und Institutionen erweitert und neue Perspektiven aufzeigt werden. Zudem gibt es auch im digitalen Zeitalter noch immer das Problem, dass sich Firmen, Institutionen und Hochschulen untereinander nicht kennen und demzufolge auch nicht wissen mit welchen innovativen Projekten sich diese beschäftigen. Oftmals können sich hieraus Synergien ergeben, die die CIO mit regelmäßigen Netzwerktreffen in allen Regionen unseres Landes fördern möchte.

Auch in Gera ist das vom Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer ins Leben gerufene und geförderte Projekt bereits zu Gast gewesen. So trafen sich interessierte Unternehmer und Hochschulen im Technologie- und Gründerzentrum um mehr zum Thema „Reststoffe als Rohstoff nutzen“ zu erfahren. Als erstes informierte Axel Wipprecht, Projektleiter Ressourceneffizienz in der Thüringer Energie- und Green Tech Agentur in einem Vortrag über die derzeitige Ressourceneffizienz in Thüringen. Hier zeigte er auf, wie vorhandene Ressourcen besser genutzt werden können, wie dadurch die Umwelt besser geschützt wird und gleichzeitig auch die Wirtschaft gestärkt wird. Interessiert waren die Gäste auch am Vortrag von Petra Hauschild von der Fachhochschule Nordhausen. Diese sprach zum durchgeführten Feldversuche zum Thema „Potenzial zur Rückführung von Elektroaltgeräten“. „Sind Wege bis zu einer Abgabestelle zu weit oder das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung zu gering, werden Wertstoffe in der schwarzen Tonne entsorgt. Für Elektrokleingeräte endet der Weg damit in Müllverbrennungsanlagen. Kritische Rohstoffe sowie Schadstoffe bleiben in den Müllverbrennungsschlacken zurück und müssen deponiert werden“, erklärt Hauschild, die mit den Studenten nach effizienten Möglichkeiten zur Rücknahme und Ressourcenverwertung von Elektrogeräten sucht. Ziel der Bemühungen ist es, mit Hilfe von Aufklärungsmaßnahmen und neuen Sammelmethoden die getrennte Erfassung von Wertstoffen zu optimieren und gleichzeitig das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung zu stärken. Mit Herbert Zölsmann, dem Prokurist und Bereichsleiter der Produktion der UGN-Umwelttechnik GmbH, war auch ein Geraer Unternehmen dabei. Als Spezialist für Abluftreinigung im kommunalen und industriellen Bereich sowie für die Entschwefelung biogener Brenngase genießt das Unternehmen national und international einen exzellenten Ruf. In seinem Vortrag stellte er nicht nur das seit 16 Jahren in Gera ansässige Unternehmen vor, sondern sprach über die Ressourceneffizienz in der Praxis. „Viele technische Prozesse emittieren Gase bzw. Ablüfte, die aus dem Prozess sicher abgeführt und nachhaltig ‚entsorgt‘ werden müssen. Für diese Anforderungen standen vorrangig Verbrennungsverfahren, adsorptive Verfahren und biologische bzw. chemische Verfahren zur Verfügung. Wir wollten ein Filtermaterial entwickeln, dass die Vorteile eines Biofilters, eines chemischen Wäschers und der Aktivkohle im Wesentlichen umsetzt, das sich aus einheimischen Rohstoffen zusammensetzt, selbst kein Schadstoff ist, Wertstoffe zurückgewinnen kann und möglichst in den natürlichen Kreislauf eingebunden werden kann“, erklärt Zölsmann.

( Lars Werner, 24.07.2019 )

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