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Südbahnhof wird durch Inselbahnsteig aufgewertet

Dem Geraer Südbahnhof soll wieder mehr Bedeutung zukommen. Nach einem Stadtratsbeschluss wird der Verkehrsknotenpunkt Gera-Süd ausgebaut und aufgewertet. Der ehemalige sächsische Südbahnhof bestand einst gleichberechtigt neben dem preußischen Hauptbahnhof, weiß Verkehrsplaner Stefan Prüger. Er informierte über die Bauarbeiten, die die Deutsche Bahn AG Anfang 2003 beginnen will. Ein Glücksumstand ist, freut sich der Verkehrsplaner, dass von der Investitionssumme von 7,5 Millionen Euro die geringste von der Stadt abverlangt wird. Der größte Teil werde von der Bahn AG selbst, dem Urbanprogramm undB Fördermitteln des Landes und des Bundes getragen.Vorausgegangen waren Überlegungen, dass Fahrgäste, die den Südbahnhof als Ein- oder Aussteigebahnhof nutzen, eine schlechte Anbindung im innerstädtischen Verkehr vorfinden. Die Übergänge zu Bus- oder Straßenhaltestelle am Park der Jugend seien wenig zeitgemäß. Da die Straßenbahn nicht am Südbahnhof vorbeifahren werde, müssten die Reisenden zur Straßenbahn gebracht werden. Aus diesem Grund wird in Höhe des Comma ein Inselbahnsteig errichtet, erklärt Stefan Prüger. Da durch die Mitte-Deutschland-Verbindung ohnehin neue Gleise verlegt werden müssten, sei dieser Aufwand gerechtfertigt. Wie allerdings die Fahrgäste vom Bahnsteig zu den Haltestellen in der Heinrichstraße, die in die Nähe des Comma rücken werden, gelangen, sei noch nicht endgültig geklärt, stellte der Verkehrsplaner fest. Sie könnten über eine aufgeweitete Brücke auf den Bahnsteig gelangen oder durch einen Fußgängertunnel. Möglich seien hier ein Aufzug und Treppen.Ursprünglich habe es eine Variante gegeben, die Eisenbahnbrücke in der Heinrichstraße anzuheben. Doch dieser Plan wurde nun aufgegeben. Dafür müsste aber der Bahndamm an beiden Brückenseiten erhöht werden. Platz sei genügend da. Der ehemals viergleisige Bahndamm lässt diese Möglichkeit zu. Die Schienen für die Neigezüge, die einen größeren Abstand benötigen, finden dort Raum.Während der Bauarbeiten durch die Deutsche Bahn AG im Stadtgebiet soll der Verkehr weiter fließen. Ende 2006 sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein, kündigte der Verkehrsplaner an. Trotz neuem Bahnsteig sollen das Gebäude des Südbahnhofes und der Sachsenplatz nicht abgekapselt werden. In Richtung Debschwitz bilden sie eine wichtige Achse und verkürzen die Fußwege. Oberbürgermeister Ralf Rauch begrüßt den Plan, den Südbahnhof wieder mehr in das öffentliche Leben zu rücken. Zur Zeit fristen die Bahnsteige noch ein trauriges Dasein. Da, wo 1947 die zweiten Gleise demontiert worden sind, wuchert Unkraut. Aber immerhin verkehren auf der Strecke acht bis zehn Züge täglich. Das wird nur gar nicht so registriert, bedauert Stefan Prüger. Für ihn ist der Ausbau des neuen Verknüpfungspunktes zwischen Bahn, Bus und Straßenbahn eine logische Schlussfolgerung.

( NG/hs, 15.02.2002 )

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