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Es geht um den besten Start in die Zukunft

„Vor einem Jahr hat ein junger Mann aus Nordamerika in unserem Unternehmen seine Ausbildung als Mechatroniker begonnen und sich bewusst für eine Ausbildung in Deutschland entschieden. Denn nirgendwo sonst in der Welt sieht er bessere Ausbildungsbedingungen. So kann er seine Berufspraxis im Betrieb hervorragend mit der theoretischen Ausbildung in der Berufsschule kombinieren“, sagte Stephan Preuß, Geschäftsführer der JAT-Jenaer Antriebstechnik GmbH am vergangenen Freitag auf einer Pressekonferenz  der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen.
 Anlass war soeben der Start der bisher größten Kampagne der drei Thüringer IHKs zur Berufsausbildung im Freistaat. Die stattliche Summe von einer halben Million Euro wird dafür auf Beschluss der Vollversammlungen aus dem Budget der drei Kammern in Gera, Erfurt und Suhl kommen, um besonders Eltern potenzieller Auszubildender zugunsten der Thüringer Unternehmer einzustimmen. Gezielt sollen besonders rund 140.000 Eltern zwischen 35 und 55 Jahren angesprochen werden. Schließlich entscheiden sie maßgebend mit als „Beeinflusser“ bei der Berufswahl ihrer Kinder. Ihnen soll bewusst gemacht werden, warum eine Ausbildung in einem Unternehmen die richtige Entscheidung für ein erfolgreiches Berufsleben sein kann und nicht etwa nur auf Biegen und Brechen ein Studium. Der derzeitige große Fachkräftemangel hänge auch damit zusammen, dass sich über die Hälfte der Schulabgänger eines Jahrgangs  für ein Studium entscheidet und viele davon diesen Weg wieder abbrechen, weil er für sie möglicherweise eine Fehlentscheidung war.
Im Bedarf an Fachpersonal sehen Unternehmen auch in Gera inzwischen eines der größten Entwicklungshemmnisse. Immer häufiger würden Betriebe, die ausbilden wollen, offene Lehrstellen nicht mehr besetzen können. In den letzten Jahren sei die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Thüringen deutlich zurückgegangen, bis 2025 würden aber rund 280.000 Fachkräfte gebraucht, wurde auf der Pressekonferenz unterstrichen. Diesen Negativtrend gelte es umzukehren. Und leider kämpfe die betriebliche Ausbildung zudem leider immer noch gegen das Vorurteil, weniger Aufstiegs- und geringere Verdienstmöglichkeiten und schlechteres Ansehen als ein Studium zu bieten. Damit wolle die Kampagne der Kammern gründlich aufräumen, erläuterte  der Ostthüringer IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Höhne. Im Fokus der Kampagne stünden deshalb solche starken Argumente: duale Ausbildung bedeutet Praxisbezug, von Anfang an selber verdientes Geld, Karrierechancen in der Heimat im vertrauten Umfeld mit Familie und Freunden sowie berufliche Sicherheit.
 Für die Berufsausbildungskampagne sind thüringenweit zahlreiche Aktivitäten geplant, die von Anzeigen in den Medien, Radiospots und Großplakaten über die IHK-Web-Side „Macht eure Kinder stark“ bis zu Online-Instrumenten wie Facebook und Google reichen.
Um auf den eingangs erwähnten jungen Mann aus Nordamerika zurückzukommen: Er hat sich für Deutschland entschieden, weil er auch weiß,  das in keinem europäischen Land die Jugendarbeitslosigkeit so gering ist wie hierzulande. Eben weil die duale Berufsausbildung eine tolle Geschichte ist, die die sozial- und arbeitsrechtlichen Bedingungen schafft, die Ausbildung für jeden möglich macht, meint  Stephan Preuß. Deshalb unterstütze auch er gern die Kampagne  mit seinem Mitgliedsbeitrag für die Kammer.

( Erika Baumann, 03.10.2018 )

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