Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Ideen im Kampf gegen das Vergessen

Er ist inzwischen bundesweit bekannt: Peter Sodann (82). Sodann will Geschichte bewahren und führt dazu hartnäckig den Kampf gegen das Vergessen. Der von ihm gegründete Verein Peter-Sodann-Bibliothek, der bereits einige Hunderttausend Exemplare in den Regalen hat, umfasst alle denkbaren Erscheinungen von ostdeutschen Verlagen, die zwischen 1945 und dem Mauerfall gedruckt wurden.  Die Bibliothek befindet sich derzeit in Nebengebäuden des einstigen Rittergutes der Gemeinde Staucha und platzt aus allen Nähten. Jetzt hat zur Wahrung des Vorhabens und seiner gezielten historisch bedeutsamen Weiterführung Peter Sodann ein neues Projekt ins Auge gefasst. Um Näheres zu erfahren, wandten wir uns an den Tausendsassa. Er hat nachfolgend geantwortet. In seinem Schreiben heißt es u.a.: „Es ist vorgesehen, in der zweiten Hälfte 2018 eine Genossenschaft zu gründen, die gemeinnützig arbeitet. Mit ihrer Hilfe soll die Kultur des geschriebenen Wortes in der Zeit von Mai 1945 bis zum 3. Oktober 1990 auf dem Gebiet der DDR gesichert und zur Nutzung für unsere Enkel und Urenkel zur Verfügung stehen. Es ist ein unverkrampfter Umgang mit den Gedanken jener Zeit in gedruckter Form notwendig, so wie dieser auch gegenwärtig in den verschiedensten Museen zur Bildenden Kunst versucht wird. Klar ist, auch das Buch gehört zur Historie des Landes und zwar unabhängig davon, welcher Partei oder Religion man angehört oder welcher Anschauung über die Welt man ist. Darüber hinaus beweisen mir der Zuspruch und die Anfragen aus dem In- und Ausland, dass es einen Bedarf nach Orientierung  und Information gibt. Unsere Überlegungen gehen zurzeit davon aus, dass mindestens ein Genossenschaftsanteil von 250 Euro gezeichnet werden sollte und ein einmaliges Beitrittsgeld von 250 Euro. Jederzeit können mehrere Anteile gezeichnet werden. Wichtig scheint mir der Grundsatz: je Person nur eine Stimme, gleich, wie viele Anteile die Person besitzt. Die Satzung der zukünftigen Genossenschaft wird zurzeit von einem Experten erarbeitet. Er war Präsident des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes.“


( Harald Baumann, 03.10.2018 )

zurück