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Mit Harmonie und Sangesfreude

Für den Begriff Harmonie gibt es sehr viele Synonyme und steht für Ebenmäßigkeit, Ausgeglichenheit und Beständigkeit. In der Musik wird er mit dem Wort Wohlklang und Wohllaut verbunden. Auf die Sängervereinigung „Harmonie“ e.V. trifft das alles zu. Als die Sänger 1991 ihren Verein gründeten, wurde nicht lange nach einem Namen gesucht. „Harmonie“ war die erste Wahl. „Es ist die Gemeinsamkeit, die Geborgenheit und das Familiäre, das uns neben der Musik verbindet“, bestätigt die Vereinsvorsitzende Bärbel Hofmann.

Der Chor hat jedoch eine viel ältere Geschichte. Dieser Tage wies ein Konzert in der Trinitatiskirche auf das 60jährige Jubiläum hin. Eröffnet wurde es mit einer Bergmannsliederfolge, in der auch das beliebte „Glück auf“ nicht fehlen durfte. „Das hat eine besondere Bewandtnis“, erklärt Bärbel Hofmann, „denn 1958 gründete eine Gruppe Wismut-Beschäftigter unter der Leitung von Günter Neumann den Chor als Volkskunstgruppe der Wismut“. Viele Jahre war das Bergarbeiter-Kulturhaus „Glück auf“ sein Domizil. Schon bald öffnete sich das Ensemble für Sangesfreudige aus anderen Berufszweigen und dem Umkreis. Und auch die heutige Vorsitzende fand hier ihre musikalische Heimat. An das „Treffen der Arbeiterchöre“ erinnert sie sich, an die Arbeiterfestspiele, viele Konzerte und sogar an eine Chorreise nach Frankreich.

Wie für viele brachte die Wende eine schwierige Umbruchzeit mit sich. Keiner wollte das Singen aufgeben, und jeder hatte den Wunsch, als Chor fortzubestehen. „Wie wir es jedoch ohne finanzielle und organisatorische Unterstützung des Wismut-Bergbaubetriebes Schmirchau schaffen sollten, mussten wir erst lernen“, blickt Bärbel Hofmann zurück. Das habe die Mitglieder vor eine völlig neue Herausforderung gestellt. Die Lösung war die Vereinsgründung. Als Sängervereinigung Harmonie wurde sie eine der ersten Mitglieder im wieder entstandenen Thüringer Sängerbund.

51 Sänger – der Älteste ist mit 87 Jahren Gründungsmitglied Günter Becker – pflegen heute mit Harmonie und Liebe zur Musik das deutsche Liedgut aus mehreren Jahrhunderten und Volksliedern aus aller Welt. Künstlerischer Leiter ist seit 22 Jahren Ralf-Gunther Hänsel. „Er schafft es immer wieder mit viel Geduld das Beste aus uns heraus zu holen, fördert die Freude am Singen ebenso wie das Erreichen der richtigen Töne“, bedankt sich die Vereinsvorsitzende bei ihm und allen eifrigen Mitstreitern. Sängerfeste und Chortreffen, Konzerte zu vielerlei Anlässen und Chorreisen füllen eine lange Liste der Aktivitäten, die von allen Einsatz und Engagement fordert, „das von allen gegeben wird, denn das Singen macht ja auch Spaß und Freude“, bekennt die Vorsitzende.

Seit 1991 verbindet die Geraer eine Chorfreundschaft mit dem Männergesangsverein 1876 Rieschweiler e. V. Sie wurde durch mehrere Treffen und gemeinsame Konzerte besiegelt. Zum Jubiläumskonzert und anschließender Feier im Volkshaus waren die Gäste aus der Pfalz ebenfalls angereist. Als nächstes freuen sich die Sängerinnen und Sänger auf das Konzert im Seniorenheim „Grüner Weg“ und die Weihnachtskonzerte, für die es nach den Herbstferien mit den Proben losgeht. Aber wie in vielen Chören plagen auch die Sängervereinigung Nachwuchssorgen. So sind sangesfreudige Männer und Frauen jederzeit willkommen. Geprobt wird montags, 19.30 Uhr in der Aula des Goethe-Gymnasiums.

( Helga Schubert, 24.09.2018 )

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