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Sommer am Schloss

Kennen Sie den? So heißt es zwar nicht, doch man fühlt sich hineinversetzt in eine amüsante Witzerunde auf der lustigsten Toilette in Gera. Auf dem Osterstein ist sie Bestandteil des „Sommers am Schloss“, ein Biergarten hoch über der Stadt mit einem fantastischen Ausblick auf Gera. Seit einigen Wochen herrscht hier an den Wochenenden Hochbetrieb. Es scheint, als ob die Geraer nur darauf gewartet haben, ihre Terrasse wieder zu bevölkern. Doch es kommt nicht von ungefähr, dass hier wieder Leben herrscht. Carsten van de Sand und Tobias Meißner hatten die Idee den Geraern ihr Schloss wiederzugeben oder zumindest eine kurzfristige Nutzung zu ermöglichen. Jetzt lädt ein Biergarten von Freitag bis Sonntag zum Verweilen und zum Genießen von Kultur auf dem Osterstein ein. „Wir als Eigentümer entwickeln das Objekt natürlich weiter“, sagt Peter Schmidt, der gemeinsam mit Kai-Uwe Klinnert das Schloss Osterstein in Gera gekauft hat. „Im Moment ist das aus unserer Sicht eine willkommene Lösung, die durchaus mittel- und langfristig Bestand haben kann. Daher stellen wir den Raum gern zur Verfügung und unterstützen die Initiative. Es ist für uns ein Herzensprojekt, das sich dynamisch entwickelt. Das Areal auf dem Osterstein soll ein Platz für die Geraer werden, das war meine Vision, als wir das Schloss gekauft haben“, bestätigt Schmidt sein Anliegen.

In nur wenigen Tagen haben die Initiatoren um Carsten van de Sand Platz, Bühne und Sanitär fit gemacht für eine Sommerbewirtschaftung. Kulturelle Höhepunkte sollen zudem helfen, den Aufenthalt auf dem Osterstein attraktiv zu machen. Eine Feuershow und eine Ü30 Party fanden bereits statt. Auch an den nächsten Wochenenden sind thematische Veranstaltungen geplant, darunter Kinder-Programme, Musik, Kabarett, Lesungen und Vorträge. Carsten van de Sand ist volle Kreativität und vieler innovativer Ideen. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk auf Gera. Vor fünf Jahren kam er nach Gera und erkannte sofort, dass es hier viel gibt, das sich zu lohnt zu entwickeln oder einfach zu reaktivieren. Es selbst kommt aus dem IT- und Multimediageschäft und bringt Erfahrungen für das Städtemarketing mit.

Für den Unternehmer lebt eine Stadt von seinen Menschen und von dem was durch Kultur, Handwerk und Industrie vor Ort entsteht. Für ihn zählt Tradition, die es lohnt zu erhalten, sich auf das zu besinnen, was eine Stadt ausmacht, was eine Stadt für die Bürger liebenswert werden lässt. „Unsere Aktion ‚Sommer am Schloss‘ ist eines von vielen Projekten, die wir als Arbeitsgemeinschaft ‚stadtnetz Projekte‘ ins Auge gefasst haben. Ein Verein unter diesem Namen befindet sich bereits in Gründung“, erklärt Carsten van de Sand und ergänzt: „Je mehr wir zusammenarbeiten und regionale Verbundenheit zeigen, um so mehr können wir erreichen. Die Unternehmer, Selbstständigen, Vereine und Privatleute der Stadt müssen hierzu nicht viel Geld investieren.“ Das Beispiel auf dem Osterstein beweise, so van de Sand, wie man mit wenigen Mitteln, jedoch mit einem großen Miteinander, viel schaffen kann. Auch die Stadtverwaltung habe flexibel reagiert, innerhalb von vier Tagen die Genehmigungen erteilt und somit bei der Umsetzung der Idee, den Osterstein wieder zu beleben, hervorragend reagiert, so der Initiator.

„Gera – die Miteinanderstadt“ heißt der Slogan, den Carsten van de Sand in allen Projekten wiederfinden möchte. Intern nennt er das, was er avisiert „Leuchtturm des Friedens“.

Dabei gehe es nicht nur um Gastronomie und Lebensfreude, sondern um Projekte zum Naturschutz, zur gesunden Ernährung, für die Jugend und bei der Textilgewinnung.

Neben Visionen für eine lebensbejahende Gemeinschaft, natürliche Lebens- und Lernräume, Mehrgenerationengemeinschaft, Inklusion, Integration und die Schaffung einer besseren Welt, nennt Carsten van de Sand bereits konkrete Ergebnisse. „In Aga gibt es die ersten freilaufenden Duroc Schweine, die bekannt sind für ihr gutes und gesundes Fleisch. Unter dem Titel Mensch trifft Mensch und Natur stehen wir in der Beantragungs- und Planungsphase für eine Neugestaltung des Rittergutes Aga und die Errichtung einer alternativen Wohnanlage aus naturverbundenen Hobbit- oder Stelzenhäusern.“ Das ganze, das betont van der Sand ausdrücklich, sei frei vom Antrieb nach Profit. Man möchte einzig und allein die Vernetzung fördern und damit ein Miteinander in der Stadt erreichen, damit bald niemand mehr sagen kann „Gera sei tot“.

Die nächsten Veranstaltungen bei „Sommer am Schloss“

14. Juli: Karibik-Party am Schloss (ab 18 Uhr)

15. Juli: Tanztee mit Mölli (ab 15 Uhr)

16. Juli: Schlager und Discofox mit Ralph Walter (ab 18 Uhr)

17. Juli: Tanztee (ab 15 Uhr)

( Wolfgang Hesse, 14.07.2018 )

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