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Vom Landessieger zum Bundessieger

Schokolade nicht nur genießen, sondern auch wissen, warum sie so lecker schmeckt, wo sie herkommt und wie sie hergestellt wird. Kinder aus der AWO-Kita „Haus des Kindes“ haben daraus mit ihren Erziehern das Projekt „Von der Kakaobohne bis zur Schokolade“ entwickelt, mit dem sie die Jury von „Forschergeist 2018“ überzeugten, die die Geraer Kindereinrichtung zum Landessieger erklärten. Damit war der Weg frei zur Teilnahme am Bundesendausscheid in Berlin. „Wir haben abgeräumt, was es abzuräumen gab“, freut sich das gesamte Kita-Team. Selbstbewusstsein hatte schon Thüringens Bildungsminister Helmut Holter, der den Preis als Landessieger feierlich überreicht hatte, den Vertretern der Kita mit auf den Weg nach Berlin gegeben.

Doch ganz so sicher war man sich dann doch nicht. Die Aufregung über das, was in Berlin nun auf sie zukommt, begleiteten Sibylle Pfau und Britt Oschatz auf der gesamten Fahrt. „Wir waren total aufgeregt, haben gehofft, waren uns aber nicht sicher, da wir die anderen Projekte nicht kannten. Auch ob wir vielleicht noch viele Fragen beantworten müssen“, schildert Sibylle Pfau die Hinfahrt.

Die feierliche Preisverleihung fand in der Akademie der Künste am Pariser Platz statt. Angereist waren 50 Erzieher aus ganz Deutschland, die dort von zahlreichen Gästen aus Politik und Gesellschaft empfangen wurden. „Es war eine tolle und spannungsreiche Atmosphäre, so Sibylle Pfau. Nochmals geehrt wurden die 16 Landessieger, was die Spannung noch einmal erhöhte, bis zur Verkündung der fünf Bundessieger.

„Als der Name Thüringen fiel, war uns klar, dass können nur wir sein. Wir waren überglücklich und freuten uns über diese Ehrung“, schildert Sibylle Pfau. Doch ganz so überraschend war es dann wohl doch nicht. „Kurz vor der Abfahrt in Gera rief das MDR an. Ich dachte so für mich, da wird wohl mehr herauskommen, als nur eine Fahrt nach Berlin“, erzählt die Erzieherin.

Gespannt auf eine Nachricht wartete auch Steffi Swoboda, die zum Zeitpunkt zur Weiterbildung war und gern selbst in Berlin mit dabei gewesen wäre. Sie hatte das Schokoladen-Projekt verantwortlich geleitet. „Eigentlich waren es ja die Kinder. Wir haben nur die vielen Fragen von ihnen zur Kakaobohne und Schokolade gesammelt und dann mit ihnen gemeinsam nach Antworten gesucht. Sie waren es, die geforscht haben, wir haben nur etwas dabei geholfen“, meint sie rückblickend.

Doch es war nicht nur der Sieg im Bundeswettbewerb, der Stolz machte. Es war auch das Urteil der Jury, die bei der Preisübergabe sagten, dass es so etwas wie das Schokoladen-Projekt noch nicht gegeben hat und dass alles mit so viel Liebe und Herz dokumentiert wurde, dass man einfach den Wunsch verspürte, die Vertreter dieser Kita selbst kennen zu lernen. „Für uns ein Kompliment, was wir dann zuhause an unsere Kinder und an das gesamte Team weitergegeben haben“, so Sibylle Pfau.

Zwei Dinge waren auffallend, so die Erzieherin. Einmal, dass die Beteiligung in den östlichen Bundesländern am „Forscherpreis“ noch relativ gering sei. Zum anderen, die Kitas in den alten Bundesländern ihre Projekte meist mit Unternehmen und Sponsoren realisieren.

Nach Landes- und Bundessieg stieg die Spendensumme für die AWO-Kita „Haus des Kindes“ auf 5.000 Euro an. Verwendet werden soll das Geld für den Aufbau einer neuen Matschstrecke im Sandkasten sowie die Einrichtung eines weiteren Forscherraumes.

Forschen gehört zur AWO-Kita „Haus des Kindes“ und somit gibt es auch kein Ausruhen auf den Lorbeeren. Im September steht die erneute Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ an. Wenn alles klappt, dann wäre es die vierte Zertifizierung in Folge.

( Reinhard Schulze, 15.06.2018 )

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