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Neues vom Stadtelternbeirat

Eine Kindertagesstätte mit 100 Plätzen sollte in Heinrichsgrün neu gebaut werden, genau auf dem Fleckchen Gera, auf dem einst die WEMA stand und nun Eigentumswohnungen und Doppelhaushälften entstehen. Der Bauträger, die Tempus GmbH, hat sein Verkaufsangebot zurückgezogen, der Kita-Träger, das Institut für angewandte Pädagogik (IFAP), kann nun nicht wie geplant bauen und damit den Bedarf an Kita-Plätzen in der Innenstadt deckeln. Die IFAP ist bereits Träger des Montessori-Kinderhauses in der Nordstraße.

Doch es ist noch nicht aller Tage Abend. „Wir können versichern, dass wir auch weiterhin an unserem Vorhaben festhalten und alles Nötige unternehmen werden, um in Gera eine weitere Kita zu bauen und vor allem auch zu betreiben”, so Bernd Schröter, Direktor des IFAP e.V. auf Nachfrage, wenngleich sowohl er als auch der Eigentümer der Grundstücksfläche in Heinrichsgrün nichts zu den Gründen mitteilen, warum es letztlich nicht zum Verkauf kam.

Mit einem neuen Grundstück soll es nun endlich vorwärts gehen, denn Fakt ist, „es fehlen immer noch 200 Plätze im Innenstadtbereich”, bestätigt Michael Richter, Vorsitzender des Stadtelternbeirates. „Der Bedarf an Plätzen in Kindertageseinrichtungen in der Innenstadt und angrenzenden Stadtgebieten ist weiterhin hoch. Deshalb begrüßen wir dort alle Bemühungen um die Erweiterung der Kita-Plätze. Nachdem das Projekt in Heinrichsgrün nicht umgesetzt werden konnte, möchte es das Institut für angewandte Pädagogik e.V. auf einem Grundstück in der Wiesestraße realisieren. Das Dezernat Soziales unterstützt dieses Anliegen und geht davon aus, dass die notwendigen Entscheidungen kurzfristig getroffen werden können“, antwortet die Stadtverwaltung auf Nachfrage.

Bei dem Grundstück in der Wiesestraße handelt es sich um die seit langem brachliegende Fläche hinter dem Südfriedhof.

Nicht nur der Bedarf an Kita-Plätzen ist ein akutes Problem in Gera, auch die Vergabe dieser scheint ein bürokratisches Geduldsspiel zu sein. „Es ist nicht nur die Vergabe, sondern auch die quartalsweise Errechnung des Fachkraft-Kind-Schlüssels, der einen enormen Zeitaufwand für die Kita-Leitung birgt. Jene dafür aufgewendete Zeit fehlt am Ende bei der Betreuung des Kindes”, bringt es Michael Richter auf den Punkt, der sich für eine Online-Platzvergabe ausspricht. Mit Hilfe eines solchen softwaregestützten Verfahrens lassen sich Anmeldung, Vergabe und Verwaltung von Betreuungsplätzen trägerübergreifend strukturiert organisieren. „Nicht nur die Leitung in den Einrichtungen könnte künftig Zeit sparen, auch die Verwaltung wird dadurch effektiver. Hinzu kommt, dass die Fehlerquote bei der Übertragung der Zahlen reduziert wird. Bis heute wird mit Excel-Tabellen gearbeitet, um anhand des Alters des Kindes und der Anzahl der Fachkräfte sowohl den Personal- als auch den Betreuungsschlüssel festzulegen. All diese Rechnungen würde künftig das Programm übernehmen”, erklärt Richter und betont, dass der persönliche Kontakt zwischen Kita und Eltern, die auf der Suche nach einem Platz sind, nicht verloren geht. Individuelle Beratungsgespräche bleiben, eingespart werden soll lediglich die Beantragung der Kita-Card in Papierform. Michael Richter favorisiert ein Programm, welches sich „Little Bird” nennt und bereits in über 80 Kommunen bundesweit aktiv genutzt wird. „Little Bird ist mehr als nur eine reine Verwaltungsplattform. Hier haben alle Einrichtungen die Plattform, um sich vorzustellen. Das Programm weiß zudem, welche Kita aktuell Plätze zur Verfügung hat. Meiner Meinung nach, ist es ein transparentes und faires Verfahren”, so der Vorsitzende des Stadtelternbeirates (STEB). Um mehr darüber zu erfahren, bietet sich die nächste STEB-Sitzung am 20. Juni, 19 Uhr, im Murphys Pub, Puschkinplatz, an.

( Fanny Zölsmann, 26.05.2018 )

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