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Ein Blick 50 Jahre zurück

Eine Erinnerungsfahrt „Auf den Spuren der Alt-68er“ hat die Interessengemeinschaft „Historische Mobile“ für ihre traditionelle Frühjahrsanfahrt vorbereitet und würdigt damit gleichzeitig die 50. Wiederkehr der ersten Veteranen-Rallye in unserer Stadt. 1968 hatte der damalige MC Kraftverkehr Gera an alte Zeiten und deren Mobile erinnert. 50 Jahre später sollen die Stätten besucht werden, die die Automobilisten und Zweirradfans vor fünf Jahrzehnten schon einmal auf ihren Programm hatten. Wenn alles klappt, wird sogar ein vierrädriger „Teilnehmer“ der 1968er Fahrt zum Jubiläum Gast sein. Dabei handelt es sich um einen Brennabor Typ R aus dem Jahre 1925.

Brennabor war eine deutsche PKW-Marke, die die Brüder Adolf, Carl und Hermann Reichstein – alle drei waren von Beruf Korbmacher – entwickelt hatten. Ihr 1871 gegründetes Unternehmen war ursprünglich eine Korbmacherei, später kamen Tischlerei, Schlosserei und Schmiede hinzu. 1871 wurde das Sortiment sogar auf die Herstellung von Kinderwagen erweitert. In nur drei Jahren war die Zahl der Beschäftigten auf 300 gestiegen. Ab etwa 1880 wurden Fahrräder in das Produktionssortiment aufgenommen, die bereits unter der Marke „Brennabor“ verkauft wurden. Die Firma entwickelt sich sprunghaft weiter zum größten Kinderwagen-Hersteller in Europa und zu einer der größten Fahrradfabriken. 1901 folgte die Serien-Produktion von „Kraftwagen“ mit drei oder vier Rädern, 1908 kam die Serien-Produktion von Autos hinzu, die dann aber während des Ersten Weltkrieges (1914-1918) eingestellt wurde. Ab 1908 hatten die Brennabor-Werke einen eigenen Rennstall, der weltweit bekannt war und große Erfolge erzielte.

Infolge des Weltkrieges musste die Firma 1931 in Brandenburg Insolvenz anmelden und wurde später in die Rüstungsindustrie einbezogen. 1945 erfolgte die Enteignung, die Produktionsanlagen wurden demontiert. Trotzdem ist die Erinnerung an einen bedeutsamen Bestandteil der Auto-Geschichte nicht vergessen.

Im Saal des Waldhauses wird es außerdem eine kleine Ausstellung mit Bildtafeln geben. „Die Krönung ist natürlich ein Super 8-Schmalfilm über das Sportereignis vor 50 Jahren, der uns zufällig zugespielt wurde“, schreibt der Vorstand der Interessengemeinschaft in einer Pressemitteilung und meint: „Sollte der Film-Apparat noch funktionieren, dann kann man Fahrzeuge überwiegend aus den Jahren um etwa 1925 bis 1940 bewundern, die damals schon rund 40 Jahre alt waren.

Die eigentliche Frühlingsanfahrt beginnt am Sonntag, 6. Mai, 9 Uhr, an der Gaststätte „Waldhaus“, Hofer Straße 2a, mit einer Talkrunde mit ehemaligen Teilnehmern der 1. Veteranenrallye 1968. Sie findet bei jedem Wetter statt. 10 Uhr starten dann die Fahrzeuge zur Zuverlässigkeitsfahrt. Teilnehmen können Motorräder und Automobile aller Klassen und Stärken mit Verbrennungsmotor bis zum Baujahr 1988. Die Fahrzeuge müssen vorschriftsmäßig versichert sein und ein amtliches Kennzeichen tragen. Die Strecke ist 70 Kilometer lang, führt über Frankenthal, Töppeln, Kraftsdorf, Hermsdorf und Lederhose nach Großebersdorf, dann weiter über Mittelpöllnitz, Wetzdorf, Neuendorf und Frießnitz zurück nach Gera.Unterwegs gibt es keine Hinweisschilder. Die Straßen befinden sich in einem guten Zustand. Obwohl die Route an Tankstellen vorbei führt, wird empfohlen, dass die Maschinen mit vollem Tank zum Start gebracht werden. Gegen 12 Uhr werden die Fahrzeuge zurück erwartet. Jeder Teilnehmer erhält eine Zielprämie. Am „Waldhaus“ sind für den Bedarfsfall eine Abschlepphilfe und ein Pannenservice eingerichtet.

Eine Anmeldung ist ausschließlich durch Einzahlung des Nenngeldes in Höhe von 25 Euro auf das nachstehend genannte Konto möglich: Historische Mobile Gera e.V., Volksbank Gera, Konto: DE 95830645680001286722; Kennwort: Frühlingsanfahrt 2018. Vollständiger Name und Adresse müssen als Zahlungsgrund angegeben werden. Nennschluss ist der1. Mai, Nachnennungen sind am 6. Mai möglich und kosten 30 Euro. Eine Rückerstattung des Beitrages ist nicht möglich.

( Reinhard Schubert, 28.04.2018 )

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