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Facettenreich, funkelnd, folkig

Gera (NG/faz). Vom 5. bis 8. Juli kommen rund 130 Bands und Solokünstler aus allen Kontinenten zu Deutschlands größtem Festival für Roots, Folk, Weltmusik. Darunter sind Graham Nash, Fatoumata Diawara, Oddisee, Steve Earle & The Dukes, Gisbert zu Knyphausen, Chico Trujillo, Yael Deckelbaum und Llibre Vermell.

Zum Festivalauftakt am 5. Juli setzt die israelische Sängerin und Aktivistin Yael Deckelbaum mit ihrem Konzert ein politisches Statement. Ihr Bandprojekt Yael Deckelbaum & The Mothers geht auf einen gemeinsamen zweiwöchigen Friedensmarsch israelischer und palästinensischer Frauen zurück und auf den Song, den Yael dafür geschrieben hat.

Dem Eröffnungskonzert folgen rund 300 Auftritte mit Künstlern aus allen Winkeln der Erde. Von experimentell bis traditionell – das Rudolstadt-Festival spiegelt auf mehr als 20 Bühnen den musikalischen Reichtum der unterschiedlichsten Kulturen wider. Das vollständige Line up wurde von den Organisatoren jetzt auf www.rudolstadt-festival.de online gestellt. Aus Mali kommt zum Beispiel Fatoumata Diawara. Die Musikerin und Schauspielerin ist von besonderer Strahlkraft für den ganzen afrikanischen Kontinent.

Eines von nur drei Deutschland-Konzerten geben in Rudolstadt zwei Künstler, die längst Musikgeschichte geschrieben haben: Die britische Singer/Songwriter-Ikone Graham Nash und US-Countryrock-Legende Steve Earle & The Dukes. Als brillante Ausnahmeerscheinung im Hip-Hop gilt Oddisee.

Eine der herausragenden großen Produktionen ist in diesem Jahr „Llibre Vermell de Montserrat“. Diese Lieder und Tänze der Pilger aus dem Kloster bei Barcelona gehören zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher Musik. Das Festival bringt dieses besondere Konzert mit Chor und Tänzern auf die Heidecksburg.

Für das Abschlusskonzert des Rudolstadt-Festivals am 8. Juli haben die Organisatoren Chico Trujillo eingeladen, eine „world-class party band“ (New York Times). Sie zählt mit ihrem kraftvollen Bläsersatz zu den größten Nummern in Chile.

Besonders im Fokus steht während der vier Festivaltage diesmal Estland. Der nördlichste baltische Staat feiert 100 Jahre Unabhängigkeit und präsentiert sich mit neun Bands und Solokünstlern in schillernden Facetten.

Diese 28. Festival-Ausgabe ist auch mit einem Wechsel an der Spitze verbunden: Ulrich Doberenz verabschiedet sich als langjähriger Direktor. Seit er das Festival vor knapp 30 Jahren auf den Weg gebracht hat, war es ihm ein Herzensprojekt. Von den kleinen Anfängen bis zu dem internationalen Renommee, das es heute genießt, hat Ulrich Doberenz das Festival in der Doppelspitze mit Petra Rottschalk und einem sehr beständigen Team stetig weiter entwickelt und durch viele erfolgreiche Jahre getragen. Natürlich falle es ihm nicht leicht, diese Aufgabe abzugeben, so Ulrich Doberenz. „Aber die zurückliegende Zeit war unglaublich reich an wertvollen Begegnungen und die bleiben mir als großartiger Schatz. Darum kann ich inzwischen auch loslassen.“ Ganz verzichten möchte das Festival-Team nach so langer, intensiver Zusammenarbeit natürlich nicht auf ihn, darum wird er auch im Ruhestand dem Festival verbunden bleiben, u.a. als Sprecher des Deutschen Weltmusikpreises RUTH.

Seine Nachfolgerin ab September 2018 wird Simone Dake, derzeit Leiterin des Festival- und des Künstlerbüros. Seit dem zweiten Festival 1992 gehört sie zum Organisationsteam und ist mit den unterschiedlichsten Bereichen bestens vertraut, von Personalmanagement über Catering bis zum Fahrdienst. Darum hat sich das Festival-Team für diese Position ausdrücklich Simone Dake gewünscht, um in gemeinsamer Leitungsfunktion mit Petra Rottschalk und mit Programmdirektor Bernhard Hanneken die Idee des Rudolstadt-Festivals weiterzutragen.

( vorstufe, 28.04.2018 )

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