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Glück Auf investiert neun Millionen Euro

In drei Bauabschnitten will die Wohnungsbaugenossenschaft „Glück Auf” das Areal entlang der Reichstraße, gegenüber dem künftigen Campus, flott machen. Auch wenn der offizielle Startschuss für die Sanierung dieser Tage gegeben wurde, gewerkelt wurde hinter den Mauern schon seit eineinhalb Jahren. „Wir haben im ersten Bauabschnitt mit den Häusern 2g-i begonnen. Bis November dieses Jahres werden die Elektro- und Heizungsanlage erneuert, die Bäder in allen Leerwohnungen und auf Bewohnerwunsch neu gestaltet und das Dach komplett instandgesetzt. Alle Wohnungen erhalten einen neuen großen Balkon. An die Treppenhäuser wird ein Aufzug angebaut. Letzlich wird jedes Haus einen Hauseingangsvorbau mit neuer Klingel- und Briefkastenanlage erhalten. Die vorhandenen Fassadenplatten werden demontiert und durch eine wärmegedämmte Putzfassade ersetzt”, erklärt Uwe Klinger, Vorstand der WBG „Glück Auf” zum offziellen Baustart. Im ersten Baubaschnitt wird es ebenfalls noch eine Besonderheit geben, verrär er. „Hier ist der Umbau von drei früheren Wohnungen zu einer großen Zahnarztpraxis vorgesehen. Diese erhält von der Reichsstraße aus einen separaten Eingang, der so konzipiert wird, dass bei Bedarf ein barrierefreier Zugang zur Praxis möglich ist. Die Wohnung im Erdgeschoss genau an der vielbefahrenen Ecke Stadtgraben/reichstraße war stets eine Leerwohnung und wurde zuletzt als Gästewohnung vermietet. Die Nutzung als Zahnarztpraxis mit den zwei daneben liegenden Wohnungen erscheint uns als optimalste Lösung und in der Tat sogar als Win-Win. Auf 210 Quadratmetern Fläche wird ein ruhiger Mieter einziehen, der von einem Topstandort im Zentrum mit guter Verkehrsanbindung partizipiert”, bringt es Klinger auf den Punkt.

Im kommenden Jahr erfolgt dann die Sanierung gleichen Umfangs im Haus Reichsstraße 2d-f. Da sich dort nur Zwei-Raum-Wohnungen befinden, ist sowohl der bauliche, als auch der organisatorische Aufwand der Mieterbetreuung während des Bauvorhabens wesentlich höher. Den Abschluss bildet dann 2020 die Aufwertung des dahinterliegenden Hauses Anna-Schneider-Weg 1-3. Auch aktuelle Mieter profitieren von der Sanierung. So lebt Renate Scheibe seit Dezember 1959 im Anna-Schneider-Weg und wird 2020 in eine Zwei-Raum-Wohnung Reichstraße 2d-f ziehen. „Ich war eine der ersten Mieterinnen und freue mich nun auf meinen Umzug in eine barrierefreie Wohnung”, so die Geraerin.

Sukzessive mit dem Baufortschritt erfolgt bis 2020 die Neugestaltung der gesamten Außenanlagen. Während vor den Häusern die Hauszuwegungen erneuert werden, soll auf den Grundstücksflächen dahinter die Aufenthaltsqualität für die Anwohner verbessert werden. Neben neuen Sitzmöglichkeiten werden Fahrradgaragen errichtet und zusätzliche Pkw-Stellflächen geschaffen. Mit dem Anbau von Aufzügen wird die „Glück Auf“ im Jahr 2020 über 832 Wohnungen verfügen, die in den letzten Jahren barrierefrei oder barrierearm umgebaut und ausgestattet wurden. Das ist jede fünfte Wohnung der Genossenschaft.

Der Freistaat fördert die Barrierereduzierung in Geras Zentrum mit einem Zuschuss von rund einer Million Euro. „Das ist echtes geschenktes Geld für uns Wohnungsbaugenossenschaften, nur das hilft uns. Dies ist tatsächlich auch das einzige Programm, welches abgerufen wird”, weiß Klinger. Insgesamt werden für die Aufwertung des Wohnstandortes neun Millionen Euro veranschlagt. 

( Fanny Zölsmann, 31.03.2018 )

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