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Großes Danke mit auf den Weg

28 Jahre sind schon eine lange Zeit, besonders wenn man als Schulleiter arbeitet. Dr. Joachim Hensel ist damit der dienstälteste Schulleiter Thüringens. Jetzt beginnt er seinen wohlverdienten Ruhestand und wurde vom Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608 verabschiedet.

Alle Lehrerkollegen, Schülersprecher, ehemalige Kollegen, Menschen mit denen er in der Stadt verbunden ist, Sponsoren, der Förderverein der Schule und Elternsprecher wollten ihm persönlich „Danke“ für die geleistete Arbeit sagen. „Ich kenne Dr. Hensel jetzt seit 12 Jahren, seit der Zeit, als ich 2005 an die Schule kam“, erinnert sich Silva Wallstabe, stellvertretende Schulleiterin am Rutheneum. „Ich habe ihn als absolut kompromisslos, zielstrebig und geradlinig kennengelernt, jedoch immer mit einem sensiblen Fingerspitzengefühl für sein Kollegium und die Schüler. Das Wohl der Schule stand bei ihm ganz, ganz oben und das ist auch sein größter Verdienst.“ In den Jahren seines Wirkens hat er das Rutheneum zu dem gemacht hat, was es heute ist. Das Gymnasium hat stadt- und landesübergreifend einen außerordentlich guten Ruf.

Von 1982 bis 2017 wirkte Dr. Joachim Hensel an dieser Schule, das sind insgesamt 36 Jahre seines Lebens. Er studierte in Leipzig das Lehramt Biologie und Chemie, worin er später promovierte. Mit der politischen Wende in der DDR gab es für Hensel eine Zäsur. Aufgrund seiner Kritik am herrschenden System wurde er noch 1989 aus dem Schuldienst entlassen, konnte jedoch danach im Rahmen der Schulreformierung im gleichen Jahr als Schulleiter an die damalige noch „EOS II Johann Wolfgang von Goethe“ zurückkehren. Er setzte sich für einen verstärkten Fremdsprachenunterricht und die Schaffung von Spezialklassen für Musik ein. Auf seine Initiative wurde 1991 der Förderverein Goethe Gymnasium gegründet. Bis heute gehört dieser Verein zu den Aktivsten in der Bildungslandschaft Thüringens.

Andreas Schulze Schul-Elternsprecher und Vorstandsmitglied im Förderverein bezeichnet Dr. Hensel als ein Vorbild und einen guten Lehrmeister mit Mut und Augenmaß. Er freut sich, dass dieser auch nach seiner Pensionierung als aktives Mitglied dem Förderverein weiterhin verbunden sein wird. „Er arbeitete und lebte voll nach den Worten, die über dem Zugangsportal der Schule stehen: Deo Virtuti Litteris, dem Wort der Tugend und der Wissenschaft verpflichtet.“

Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn schätzt das Wirken Hensels ganz im Sinne des Gründers und Förderers von 1608, Heinrich Posthumus, ein. „Der Konzertchor des Gymnasiums trägt als erster Botschafter unserer Stadt den Namen der Schule und Geras in die Welt hinaus. Das Wichtigste war jedoch sein Engagement für einen Campus Rutheneum. Nicht zuletzt kann man das als sein Lebenswerk bezeichnen. Die Energie und Zielstrebigkeit, die er in dieses Projekt zum Fortbestand der 400 jährigen Kulturgeschichte steckte, war wie eine Lehrstunde für direkte Demokratie.“

Am 30. August 2010 wurde Hensel für seine Verdienste bei der Schulreformierung nach der Wende und für sein Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

( Wolfgang Hesse, 24.06.2017 )

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