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Meisterprämie für Sebastian Riese

Die Mitgliederversammlung des Thüringer Handwerkstages im Novotel Gera bildete den Rahmen für die erste offizielle Übergabe der Meisterprämie. Insgesamt 35 Meisterabsolventen aus den drei Thüringer Kammerbezirken erfüllten als Jahrgangsbeste ihres Gewerks die Voraussetzungen für die neu eingeführte Anerkennung. Ein Großteil war in Begleitung von Familienangehörigen und Freunden nach Gera gekommen, um Auszeichnung und Meisterprämie in Höhe von 1.000 Euro persönlich in Empfang zu nehmen. Die Ehrungen überreichten Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und der Präsident des Thüringer Handwerkstages, Stefan Lobenstein. Mit dem Installateur- und Heizungsbaumeister Sebastian Riese wurde auch einem Geraer Meister diese Ehre zuteil. Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn gratulierte Sebastian Riese herzlich zu dieser Auszeichnung, die Ergebnis intensiven Lernens und handwerklichem Könnens ist. Zugleich betonte Oberbürgermeisterin Dr. Hahn die Bedeutung des Handwerks als Wirtschaftskraft für Gera. Sie verwies auf den aktuellen Konjunkturbericht der Handwerkskammer, wonach nirgendswo in Ostthüringen die Auftragsbücher im Handwerk so gut gefüllt sind wie in Gera.

Mit der „Meisterprämie“ wolle das Land vor allem ein besonderes Zeichen der Wertschätzung für das Handwerk setzen und zugleich einen Anreiz für herausragende Leistungen in der Meisterausbildung schaffen, sagte Tiefensee. „Meister sind die Unternehmer und Führungskräfte im Handwerk – sie stehen für Qualität, Innovationskraft, aber auch für die hohe Ausbildungsleistung, die das Handwerk in Thüringen erbringt.“ So befanden sich im Thüringer Handwerk zum Jahresende 2016 insgesamt 6.451 Lehrlinge in der Ausbildung, allein im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2.701 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen.

Als Wirtschaftsminister habe er sich deshalb stets für den Erhalt des deutschen Meisterbriefs eingesetzt, betonte Tiefensee. Die Handwerksordnung sieht bei insgesamt 41 gesetzlich bestimmten Handwerken den Erwerb einer Meisterqualifikation vor, für die sie dann grundsätzlich auch Voraussetzung für Unternehmensgründungen und Betriebsübernahmen ist.

Der Meisterbrief sei immer noch die beste Vorsorge gegen Arbeitslosigkeit und zugleich gute Grundlage für eine unternehmerische Selbstständigkeit, so Tiefensee weiter. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sind lediglich 1,8 Prozent aller Handwerksmeister arbeitslos. Mit seinen über 30.000 Betrieben, mehr als 150.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als zwölf Milliarden Euro ist das Handwerk das Rückgrat der mittelständischen Wirtschaft in Thüringen.

Dennoch werden erneut Überlegungen aus Belgien laut, am Meisterbrief zu rütteln.   

( Fany Zölsmann, 24.06.2017 )

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