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Hereinspazieren,Umschauen, Platz nehmen, Wohlfühlen, Teilnehmen

Gemütlich, ansprechend, einladend - so präsentiert sich der neue Jugendtreff des Streetwork GERA e.V. in der Heinrich-Heine-Straße 2 in Debschwitz. Hohe, helle Räume, bunte, bequeme Sitzmöglichkeiten, vertrauensvolle, freundliche Ansprechpartner begrüßen die Hereinkommenden und laden zum Bleiben ein. Der Streetwork GERA e.V. hat ein neues Domizil aufgeschlagen. „Wir wollten schon immer nach Debschwitz”, sagt Andreas Heimerdinger, Vorsitzender des Vereins, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn ein Anfang bringt auch meistens ein Ende mit sich und dieses liegt in Zwötzen. „Nach 17 Jahren haben wir uns nun entschieden den dortigen Jugendtreff zu schließen. Zum einen mangels Jugendlicher, zum anderen aufgrund der desolaten Bausubstanz”, erklärt Heimerdinger kurz. Doch nicht alles, was dort über Jahre aufgebaut wurde, verschwindet im Nirwana. „Vor allem das Inventar, die Demokratiebibliothek, gefördert vom Bundesprogramm ‚Kompetenzen stären, Toleranz fördern‘ hat einen Platz am neuen Standort gefunden. Hier nach Debschwitz kommen nicht nur die Jugendlichen aus dem Stadtteil, auch Anreiner und vor allem aus Zwötzen kommen hier her”, freut sich der Vereinsvorsitzende auf ein belebtes Haus.

Belebt wird es täglich sein, auch wenn der Jugendtreff nur nachmittags zwischen 14 und 18 Uhr seine Türen öffnet. Denn neben der Möglichkeit, dass die Kinder und Jugendlichen hier ihre Freizeit mit Spiel und Spaß, Quatschen und Austauschen, Mitmachen und Miterleben, verbringen können, hat hier auch der Verein „Menschen in Aktion” seinen Platz in Form von vier Wänden gefunden. Ilona Starke ist seit September 2016 die Koordinatorin des Vereins. „Wir schaffen Bildungsangebote für den Bundesfreiwilligendienst. Stärken die Vernetzung der Vereine und unterstützen jene, die in den Bundesfreiwilligendienst eintreten wollen”, erklärt sie kurz. Mit den Schlagworten „Integration”, „Hilfe”, „Nähcafé” ist der Verein unterschrieben. „Wir geben Flüchtlingen eine Chance als Bufdie bei uns und anderen Vereinen tätig zu werden. Sie erhalten besonderen Sprachunterricht und Förderung. Wir helfen jungen Menschen beim Start ins Berufsleben und mit unserem Nähcafé schulen wir die Kreativität unserer Teilnehmer”, erklärt sie weiter.

Die Räumlichkeiten sind natürlich offen für jedermann. So sollen auch hier wieder die Selbsthilfegruppen, die einst im Bärenweg ein Dach fanden, die Heinrich-Heine-Straße 2, als neue Adresse nutzen. Auch andere Gruppen, die einen Treffpunkt suchen, sind willkommen.

Übrigens wer gezielt Streetworkerin Juliane Bahr sprechen möchte, sollte sich montags zwischen 15 und 18 Uhr oder mittwochs zwischen 10 und 12 Uhr im Jugendtreff einfinden. Der offene Bereich öffnet täglich von 14 bis 18 Uhr und wird neben Juliane Bahr von den Streetwork-Bufdies betreut.

Ilona Starke ist täglich von 8.30 bis 14.30 Uhr im Stadtteiljugendtreff. Ihre Sprechzeiten sind dienstags, 10 bis 12 Uhr, und donnerstags, 14 bis 16 Uhr.

Wer einfach mal reinschauern und sich neugierig umschauen will, der findet in den Regalen aus Getöpfertem, Gebasteltem und Genähtem gleich noch ein schönes Mitbringsel für zu Hause.

Und noch eine kleine aber feine Randbemerkung zum Schluss: Die Kontaktstelle im Bärenweg, welche vor mehr als einem Jahr, genauer im März 2016, einem Feuer zum Opfer fiel, ist bis heute nicht wieder aus der Asche auferstanden. Bleibt also noch offen, ob die Mitarbeiter, Mitglieder, Unterstützer und die zu Unterstützenden am oder im Bärenweg ihr 25-jährigen Jahrestag am 15. Oktober dieses Jahres feiern werden. Auf Nachfrage bei der Stadt heißt es: „Die Bauzeit ist vorgesehen für Juli bis Ende September dieses Jahres. Die Beauftragung aller Bauleistungen ist vorbereitet. Die Versicherungssumme dafür soll in der kommenden Woche an die Stadt ausgezahlt werden. Dies ist Voraussetzung für die Beauftragung. Die Gesamtsumme für das Vorhaben beträgt 270.000 Euro.”

( Fanny Zölsmann, 24.06.2017 )

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