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„Die Jugend ist wie immer”

Da ist aber auch was los, während sich der eine Stadtteil in einen Kulturgarten verwandelt, wird in dem anderen die Jugend mit einem kräftigen „hoch, hoch, hoch” befeiert. Das evangelische Jugendhaus Shalom feiert Geburtstag, seinen 25., um genau zu sein.

Kurz in die Geschichtsbücher geschaut: 1992 wurden die Türen zum Jugendhaus geöffnet, welches durch das Land Thüringen und die Stadt Gera sowie die Geschwister Döge Stiftung und dem Träger, die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Gera, gefördert wird. „Der Name wurde damals selbst von den Jugendlichen gewählt, denn Shalom hat viele Bedeutungen: Willkommen, Frieden, Miteinander. Dies sind essentielle Grundpfeiler unserer Arbeit und unseres Jugendhauses. Füreinander da sein und Nächstenliebe bieten sowie leben, frei nach Tolstoi: ‚Das wichtigste Ziel ist das Jetzt, der wichtigste Mensch ist der Nächste, mit dem ich jetzt spreche; die wichtigste Tat ist, dem Nächsten Gutes zu tun‘”, erzählt Leiterin Heidi Götze.

Seit 1994 ist sie im Jugendhaus tätig, 2006 übernahm sie die Leitungsfunktion. „Damals Mitte der 90er Jahre wurde ich arbeitslos, ich ging zur Arbeitsagentur und traf eine Bekannte, ihr wurde eine Stelle im Jugendhaus angeboten, die sie ablehnte. Dann war ich an der Reihe, doch mir wurde die Stelle gar nicht erst angeboten, als ich danach fragte, wurde mir gesagt, dass ich zu alt sei. Dennoch blieb ich hart und wollte es probieren, Und da bin ich nun, knapp 23 Jahre später”, erzählt Heidi Götze aus ihrer eigenen Geschichte. Und während der Jugendclub selbst immer jung geblieben ist, steht Heidi Götze selbst kurz vor dem Renteneintritt. „Klar, kommen heute schon die ersten Eltern mit ihren Kindern zu uns und nutzen die gleichen oder ähnlichen Angebote unseres Hauses, die sie früher selbst in Anspruch genommen haben. Doch das finde ich großartig. Es zeigt mir, dass wir alles richtig gemacht haben und sie hier bei uns ein zweites Zuhause gefunden haben”, zeigt sich Heidi Götze zurecht stolz auf ihr Geleistetes. Ganz allein war und ist sie dabei nicht. Neben ihr steht seit 15 Jahren Ramona Gromoll und seit einigen Jahren Christian Sanitter. Er wird in den kommenden Monaten mehr und mehr die Leitungsfunktion übernehmen, damit Heidi Götze sich langsam aber sicher aus dem Tagesgeschäft zurückziehen, die Verantwortung abgeben und künftig im Hintergrund fungieren kann. „Ich werde mit Sicherheit dieses Haus, das Team und die Jugendlichen nicht im Stich lassen können und wollen”, sagt sie mit fester Stimme.

Christian Sanitter ist ausgebildeter Erzieher und studiert derzeit berufsbegleitend soziale Arbeit in Mittweida. „Für mich ist Christian ein seltener Glücksfall. er ist nicht nur theoretisch eine 1, sondern weiß auch mit den Jugendlichen umzugehen, zeigt Verständnis und kann sich – wichtig – durchsetzen”, weiß Heidi Götze an ihrem Nachfolger zu schätzen. „Viele Jahre bin ich hier schon ein- und ausgegangen, habe dann mein Anerkennungspraktikum absolviert und dann die Chance erhalten und genutzt, hier zu arbeiten unter der Maßgabe ein Studium zu absolvieren. Das Haus liegt mir sehr am Herzen, man wächst mit diesem. Ich möchte die Mission des Hauses fortführen: Im Leben voranzukommen, zurecht zu kommen, einander zu helfen und Verständnis für den Gegenüber zu zeigen”, betont der 30-Jährige.

Eine bunte Pallette an Angeboten bietet das Haus hinter der Florentinen-Wohnanlage von Montag bis Freitag und manchmal sogar am Wochenende, denn gefeiert wird hier, ob Geburtstag oder Hochzeit, Jugendweihe oder Konfirmation.

Und die nächste Geburtstagsfeier, zu der geladen wird, ist die eigene. Diese findet am kommenden Sonnabend, 17. Juni, ab 12 Uhr, in Haus und Garten statt. „Wir haben ein vielfältiges Programm geplant, was dank der Unterstützung aller am Haus beteiligten Personen sowie unserer tollen Ehrenamtlichen erst möglich werden wird”, danken Christian Sanitter und Heidi Götze.

Programm

12 Uhr: Begrüßung mit alkoholfreiem Sekt

12.30 Uhr: Andacht mit Propst Diethard Kamm

13 Uhr: Offenes Mikrofon für Grußworte unserer Gäste

14 Uhr: Jonglierworkshop von Urs, Schüler der Privaten Fachschule für Wirtschaft und Soziales bieten Spiel und Spaß, Intchi wird Bauchtänze vorführen und Musik von Die Grünen Heftlinge, Papamino sowie Zeitloopen mit Pierre Bosolum

20 Uhr: Konzert im Haus mit Blues und Rock von Jatzz, Alternative Folk Pop von The Great Cascade sowie Rock von Juiceshop

( Fanny Zölsmann, 10.06.2017 )

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