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Offen, transparent, mitgestalten erwünscht

Der Stadtelternbeirat ist die gewählte Interessenvertretung der Geraer Elternschaft der 38 Kindertageseinrichtungen. Monatlich finden dessen öffentliche Sitzungen statt. Einmal pro Schuljahr gibt es Wahlen, mit dem Ziel Vertreter in kommunale Gremien zu entsenden, darunter der Jugendhilfeausschuss, die Arbeitsgemeinschaft Kita und Frühe Hilfen. Alle diese Versammlungen dienen dem Zweck, die Interessen der Eltern, Kinder und Pädagogen zu wahren, zu stärken und zu fördern.

Seit November letzten Jahres ist Michael Richter der neue Gesamtelternsprecher und sitzt dem Stadtelternbeirat (STEB) vor, zeitgleich ist er beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Michael Richter ist Elternsprecher der Kita „Kinderwelt” in Trägerschaft des DRK und löste mit der Neuwahl die ausgeschiedene Antje Pelzel (Kita „Schreberweg” in der Trägerschaft der Volkssolidarität) ab. Sie stand nicht mehr zur Wahl, weil ihre Kinder nun im schulfähigen Alter sind. Beide sind Mitglied der SPD.

Michael Richter hat es sich zur Aufgabe gemacht den STEB offen, transparent und gemeinsam zu gestalten. „Nicht nur die gewählten Elternsprecher der jeweiligen Einrichtungen sind zu jederzeit bei den Sitzungen willkommen. Alle interessierten Eltern können teilnehmen und mitwirken”, betont er und lädt zur nächsten Sitzung am Donnerstag, 19. Januar, 19 Uhr, im Murphy‘s Pub, Puschkinplatz, statt.

Weiterhin hat er es sich zur Aufgabe gemacht, dass die Hoheit über die Bedarfsplanung mit oder ohne Kreisfreiheit bei der Stadt Gera verbleibe. „Aktuell ist dies ein strittiger Punkt. Während das Land die Bedarfsplanung weiterhin trotz Gebietsreform der Stadt Gera zuspricht, zweifelt die Stadt selbst an dieser Aussage. Ich habe die Vermutung, sollte es zur Gebietsreform kommen und die Stadt die Bedarfsplanung verlieren, dass es zu erheblichen Fehlinvestitionen und Fehlfinanzierungen kommen könnte. Denn die Stadt trägt für 38 Einrichtungen Sorge, mit einer Gebietsreform müsste der neue Kreis die Bedarfe für weit über 100 Einrichtungen planen. Doch den Teufel an die Wand zu malen, bringt keinem etwas. Ich werde meine Unterstützung für eine realistische, zukunftsfähige Bedarfsplanung der Stadt anbieten”, so der Vorsitzende.

Dabei geht es vor allem auch darum, die aktuell noch fehlenden 200 Plätze für Kinder im Kita-Alter sicherzustellen. Nach der Absage des DRK die Villa Ramminger zu einer Einrichtung umzubauen, befand sich Gera erneut in einer Zwickmühle. „Es werden 35 Plätze durch Anmietung und 100 Plätze durch einen Neubau im Zentrum der Stadt entstehen”, gibt er einen Einblick in aktuelle Planungen.

Aber nicht nur Probleme will Michael Richter wälzen. „Auch schöne Dinge, wie das STEB-Fest und Infoabende sollen die Arbeit und das Wirken des STEB bereichern”, freut er sich auf ein buntes Jahr. So ist unter anderem ein Seminar mit dem Verein „symbioun” geplant, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in den Lebenswelten von Kindern und ihren Familien die Bedingungen für ein gesundheitsbewusstes Aufwachsen zu verbessern.

Ebenfalls ist es seine Aufgabe als Elternvertreter sich den Sorgen der Elternschaft in anderen Einrichtungen zu widmen. „Das Essen scheint in vielen Kitas ein Problem zu sein. Ob zu teuer, zu wenig, zu ungesund – es beschäftigt die Eltern”, zieht er Bilanz aus seiner dreimonatigen Amtszeit und gibt zugleich einen Ausblick: „Es ist mein Ziel, meinen Beitrag zu einer familienfreundlichen Kommune zu leisten und mein Wunsch, dass Gera ausreichend Kita-Plätze, zufriedene Eltern, tolle Erzieher und glückliche Kinder hat.”

Als Gesamtelternsprecher hat Michael Richter nun auch einen direkten Draht zum Ministerium.

So kommt 2018 das beitragsfreie Jahr. „Das letzte Kita-Jahr wird dann gebührenfrei sein. Weiterhin arbeitet Ministerin Birgit Klaubert daran, dass Kitas als Bildungseinrichtungen anerkannt werden. Sollte dies irgendwann so sein, würden sämtliche Gebühren und Beiträge entfallen.”

Nur wird dann Qualität der Quantität weichen?

( Fanny Zölsmann, 14.01.2017 )

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