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20 Jahre Einsatzzeit keine Seltenheit

Zwanzig Jahre Einsatzzeit sind für die Fahrzeuge der Feuerwehren keine Seltenheit. Doch wenn der Punkt erreicht ist, an dem die Reparaturkosten zu hoch werden, dann wird es Zeit über Neuanschaffungen nachzudenken. Man sollte die Entscheidung in jedem Fall rechtzeitig treffen, denn die Investitionen sind hoch und wie so oft mit viel Bürokratie verbunden. So wird eine detaillierte Beschreibung mit allem, was das Fahrzeug an Technik aufweisen soll angefertigt, eine europaweite Ausschreibung durchgeführt, Gespräche mit den Herstellern geführt, eine Auswahl getroffen und letztendlich wird die Bestellung ausgelöst. Auch bei den beiden Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen (HLF), die am 29. Dezember an die Hauptwache der Berufsfeuerwehr übergeben wurden, war dies nicht anders. Bestellt wurde im Februar 2015 und jetzt geliefert. So dauerte der Prozess fast zwei Jahre.

Umso größer war die Freude bei den Einsatzkräften, als OB Dr. Viola Hahn die beiden Fahrzeuge an die Mannschaften übergeben konnte. Sie betonte wie wichtig die Arbeit der Feuerwehren für die Sicherheit der Menschen in Gera ist und das für diese Arbeit auch die Technik immer wieder erneuert werden muss. Zudem sei man froh darüber in diesem Jahr so manches Fahrzeug in den Ruhestand zu schicken, da diese teilweise schon älter sind als einige Feuerwehrleute. Neben den beiden jetzt übergebenen Fahrzeugen konnten 2016 fünf weitere Fahrzeuge angeschafft werden. So wurde ein dritter HLF bereits im März an die Freiwillige Feuerwehr Gera Mitte übergeben. Ein Schlauchwagen, der zum Katastrophenschutz gehört wurde in Gera Liebschwitz stationiert, zwei geleaste Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) gingen an die Wehren und ein neuer Rettungswagen (RTW) nahm seine Arbeit auf, denn der alte hat in sechs Jahren mit über 25.000 Einsätzen fast 400.000 Kilometer hinter sich gebracht, wie Kristian Holitschke der Technikverantwortliche bei der Berufsfeuerwehr, berichtete. Investiert wurden dabei über 1,5 Millionen Euro, wobei ein Teil über Fördermittel abgedeckt wurde und der Rest von der Stadt kam. „400.000 Euro Kosten kommen auf ein Löschfahrzeug von denen drei angeschafft wurden und jedes mit 125.000 Euro vom Land gefördert wurde. Der neue RTW wurde ohne Fördermittel finanziert und kostete fast 134.000 Euro. Die beiden Mannschaftwagen wurden geleast und der Bund übernahm die Kosten beim Schlauchwagen für den Katastrophenschutz“, erklären Henry Buchholz, Sachbearbeiter bei der Feuerwehr und Axel Schuh, Fachdienstleiter Brand- und Katastrophenschutz.

Gleich nach der Übergabe nahmen die Mannschaften freudestrahlend ihre neuen Fahrzeuge in Beschlag und beschäftigten sich schnell mit Ausstattung und Technik. Doch die Verantwortlichen waren im Kopf schon wieder damit beschäftigt, die Modernisierung der Wehren in Gera weiter voranzutreiben. So werden auch 2017 neue Fahrzeuge angeschafft. So lief bis Anfang Januar eine Ausschreibung für zwei neue Drehleiterfahrzeuge, welche nach Möglichkeit so schnell wie möglich realisiert werden sollen. Wenn alles glatt läuft können die beiden mit über einer Million Euro zu Buche schlagenden Fahrzeuge nach Bestellung und Bau noch Ende 2017 ihre Arbeit in Gera aufnehmen. Ein weiterer Schritt für die Feuerwehr, wobei man betont, dass den Wehren dadurch nicht mehr Technik zur Verfügung steht, sondern altes ersetzt wird. Trotz allem ist man glücklich über das realisierte im Jahr 2016. Beim Personal sieht das seit Jahren anders aus und so beklagte man, dass die Technik nichts nützt, wenn kein Personal da ist, welches diese bedient. So war zu hören: „Es ist leichter Fahrzeuge anzuschaffen, als Personal einzustellen. Jedoch sind es ja die Menschen, die Hilfe leisten und Brände löschen. Die Fahrzeuge geben nur Hilfestellung“. Es gibt also noch viel Handlungsbedarf bei den Feuerwehren der Stadt Gera.

( Lars Werner, 07.01.2017 )

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